Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
05. September 2011
Männer der ersten Stunden im Rampenlicht
Bei der Feier zum Doppeljubiläum der Bergwacht erhielt Rolf Zimmermann die Ehrennadel des Landes.
-
Rolf Zimmermann (links) erhielt die die Ehrennadel des Landes von Werner Meier. Foto: Verena Wehrle
-
Die Geehrten der Bergwacht: Manfred Kiefer, Bernhard Riesterer, der erste Vorsitzende Dirk Kiefer (er führte die Ehrungen durch), der neue Ehrenvorsitzende Herbert Piecha und Pius Gramespacher (von links). Foto: V. wehrle
Schönau (vwe). Es war ein besonderer Abend, der Festakt der Bergwacht-Ortsgruppe Schönau – 50 Jahre Haus Bergfried und 85 Jahre Ortsgruppe wurden gefeiert. Das Zelt vor dem Bergwachtheim war voll, da viele weitere Ortsgruppen, Vereine, Freunde und Gönner waren gekommen waren. Besonders groß geschrieben wurde an diesem Abend der Geburtstag des "Bergfried", dem "Herzen" des Vereins.
Und so zeigte die Bergwacht einen historischen Film von Gustav Kaiser über den Bau des Hauses. Günther Held hatte diesen kommentiert. Bei diesem 50 Jahre alten Film konnte sich der eine oder andere in den Zuschauerreihen wiedererkennen. Eindrücklich zeigt der Film, wie viel Kraft, Handarbeit und Eigenleistung im Haus "Bergfried" steckt: Im Jahr 1912 ließ sich Schmuckhändler Karl Treibs am Belchen eine Villa bauen. Nachdem die Villa niedergebrannte, kaufte die Bergwacht das zwei Hektar große Grundstück. Zuvor mussten sie ihren Verein jedoch ins Vereinsregister eintragen lassen. Somit wurde die Ortsgruppe Schönau zum einzigen eingetragenen Verein in der Bergwacht Schwarzwald. 90 freiwillige Helfer packten mit an.
Werbung
Die Männer der ersten Stunde wurden nun am Samstagabend geehrt. Ihnen gebührte der Dank des ersten Vorsitzenden Dirk Kiefer. Seit 85 Jahren Bergwacht habe sich viel verändert und weiterentwickelt, sagte Kiefer. Und dies sei nur durch den unermüdlichen Einsatz und das große Engagement der Mitglieder möglich gewesen. Dirk Kiefer ernannte vier Kameraden, die überaus engagiert waren, zu Ehrenmitgliedern. Den Geehrten wurde ein silberner Karabiner überreicht. Neue Ehrenmitglieder der Bergwacht Ortsgruppe Schönau sind: Bernhard Riesterer, Bruno Steinebrunner, Pius Gramespacher und Manfred Kiefer. Seit 1965 ist Herbert Piecha Mitglied in der Schönauer Bergwacht. Er war außerdem 16 Jahre der erste Vorsitzende des Vereins. "Für mich ist er ein persönliches Vorbild", sagte Dirk Kiefer. Und so ernannte er seinen Ratgeber Herbert Piecha zum Ehrenvorsitzenden der Bergwacht Schönau und überreichte ihm einen goldenen Karabiner.
Eine weitere Ehrung nahm Werner Meier, stellvertretender Bürgermeister von Maulburg, vor. Er verlieh dem Naturschutzobmann Rolf Zimmermann die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, eine Auszeichnung für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit. Zimmermann ist seit 1969 in der Ortsgruppe Schönau und war von 1992 bis 2010 im Vorstand tätig, zwei Jahre als Funkobmann und 16 Jahre als Naturschutzobmann. Ihm liege der Naturschutz am Belchen sehr am Herzen, er kümmerte sich um die Instandhaltung der Zäune und organisiere den Belchenputz. Trotz seiner weiten Anfahrt von Maulburg nach Obermulten nahm er immer an allen Fort- und Weiterbildungen teil und war stets zur Stelle. "In Würdigung langjähriger Verdienste im Ehrenamt" erhielt er die Urkunde des Landes, unterschrieben von Ministerpräsident Kretschmann.
Auch der Landesvorsitzende der Bergwacht Schwarzwald, Frank Kühnel, gratulierte der Bergwacht Ortsgruppe Schönau zum Doppel-Jubiläum. Er betonte, dass das Haus Bergfried auch Schulungs- und Tagesstätte der Bergwacht sei. Das Haus sei die Basis für die Kameradschaftspflege, so Kühnel.
Die Ortsgruppe sei ein Spezialist in der Seilbahn-Bergung und habe mit der Jugendgruppe eine hervorragende Basis für die Zukunft geschaffen. Kühnel überreichte der Ortsgruppe einen Scheck. Auch Schönaus Bürgermeister Bernhard Seger gratulierte, ebenso wie sein Amtskollege Michael Quast aus Schönenberg und Aiterns Bürgermeisterin Andrea Kiefer. Der Verein lebe von der Tatkraft und dem uneigennützigen Einsatz der Mitglieder, sagte Seger und erhielt dafür von allen Seiten Zustimmung.
Autor: vwe, bz


