Premiere für junge Tastenkünstler

Edgar Steinfelder

Von Edgar Steinfelder

Mi, 13. Dezember 2017

Schönau

Harmonika-Club Schönau bringt den Nachwuchs auf die Bühne des voll besetzten Bürgersaals.

SCHÖNAU. Einen Genuss für Auge und Ohr genoss das Publikum beim Weihnachtskonzert des Harmonika-Clubs Schönau im voll besetzten Bürgersaal in Schönau. Der ganze Raum war in weihnachtlich-stimmungsvollem Ambiente geschmückt, und alle Akteure boten beste konzertante Unterhaltung.

Die Zöglinge hatten ihren ersten öffentlichen Auftritt. Die Nervosität legte sich bei den jungen Musiktalenten spätestens dann, als sie von Moderator Thomas Faller persönlich vorgestellt wurden. Und so spielten sie zur Freude der Besucher auf ihren Blas-Melodikas frisch und frei lustige Liedchen. Für die herzige Darbietung gab es viel Applaus. Etwas anspruchsvollere Konzertteile boten in Einzel- und Gruppenauftritten die Zöglinge, die schon mindestens ein Jahr ihr Instrument lernen sowie die Mitglieder des Jugendorchesters. Die jungen Musikerinnen, teilweise im Zusammenspiel mit ihren Ausbilderinnen, glänzten mit hervorragend interpretierten Melodien. Man konnte nur staunen, wie die Finger im Blitztempo über die Tasten und Knöpfe flogen. Kein Wunder, haben doch einige der Interpretinnen schon Lehrgänge absolviert oder sich sogar das silberne Leistungsabzeichen erspielt.

Es war bei dem Auftritt am Sonntag unschwer zu erkennen, dass in dem Verein effektive Musikausbildung praktiziert wird und der Spaß am Musizieren zählt.

Nach diesem Konzertteil wurde es im Bürgersaal mucksmäuschenstill. Stapfte doch durch die Reihen ein fast hünenhafter Weihnachtsmann mit Rauschebart und rotem Mantel bis vor die Bühne. Weil alle Kinder und Jugendlichen immer fleißig geübt hatten, gab es kleine Geschenke aus dem prall gefüllten Sack. Nachdem der Weihnachtsmann mit einem Lied verabschiedet wurde, hieß es Bühne frei für das Aktivorchester unter der Leitung seines Dirigenten Rolf Hölzle. Nach dem Auftakttitel "Sonnenfunken" brillierten die Musikerinnen und Musiker beim fetzigen "Accordeon Rag", wobei Carmen Windt und ihre Tochter Miriam als Solistinnen glänzten. Ob dann beim etwas besinnlichen Lied vom einsamen Hirten, bei Walzerklängen, bei "Pirates of Carribbean" oder beim abschließenden Weihnachtspotpourri – die Besucher waren von den professionellen, und doch mit viel Gefühl interpretierten Darbietungen des Aktivorchesters, total begeistert. Als Belohnung gab es lang anhaltenden Applaus.

Fazit: In bravouröser Manier zelebrierte das Harmonika-Orchester einen hochinteressanten Melodienreigen in den verschiedensten Stilrichtungen.