Schönauer Rathaus bereitet sich auf 25 neue Flüchtlinge vor

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Von bry & BZ-Redaktion

Mo, 11. Dezember 2017

Schönau

Unterbringung für Gemeindeverwaltungsverband zentral in Schönau organisiert / Verbandsvertreter für öffentlich-rechtlichen Vertrag / 25 neue Immigranten angekündigt.

SCHÖNAU (bry). Einstimmig stimmten die neun Kommunen des Gemeindeverwaltungs-Verbands Schönau (GVV) einem öffentlich-rechtlichen Vertrag zu, der die Anschlussunterbringung der Flüchtlinge von den einzelnen Gemeinden zentral auf den Verband in Schönau überträgt. Der Vertrag soll rückwirkend zum 1. November in Kraft treten.

Schon im Oktober hatte die Verbands-Versammlung einstimmig eine solche Regelung befürwortet. Der Vertragsentwurf wurde an der Versammlung vom 7. Dezember vorgestellt und erläutert und von den Verbandsgemeinden bewilligt. Nach dem nun vorgelegten Vertrag gehen die Zuständigkeit für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen und die Zuständigkeiten für Räumlichkeiten und die Büroausstattung der Sozialbetreuung und der Kleiderkammer von den Verbandsgemeinden auf den GVV über. Danach wird künftig für das Landratsamt in der Frage der Anschlussunterbringung nicht mehr die einzelne Verbandsgemeinde Ansprechpartner sein, sondern der Verband.

In der Vergangenheit richtete das Landratsamt die Aufforderung, Immigranten aufzunehmen, direkt an die einzelnen Gemeinden. Da aber gerade die kleineren Dörfer im GVV keine Wohnungen für sie finden, regten sie, die Zuständigkeit auf den Verband zu übertragen; in Schönau gab es laut Bürgermeister Peter Schelshorn bislang wenig Schwierigkeiten, freie Wohnungen zu finden. Außerdem wurde die bisherige Gemeinschaftsunterkunft im Brand zu Mietwohnungen umgebaut.

Bei der Erläuterung des Vertragsentwurfs stellte Schelshorn im Detail die aufwändige Berechnung des Umlageschlüssels für die einzelnen Verbandsgemeinden vor. Ziel ist, die umlagefähigen Aufwendungen nach den tatsächlichen Kosten gerecht auf die einzelnen Kommunen umzulegen. Die Berechnungsmatrix berücksichtigt, in welcher Gemeinde Flüchtlingen untergebracht sind und ob Kinder den Kindergarten oder die Schule besuchen. Gemeinden ohne Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung werden nach dem Pro-Kopf-Schlüssel des GVV zur Umlage herangezogen. Nach der Matrix sind derzeit in Aitern vier Flüchtlinge, in Schönau 60 (mit 8,5 Kindergartenplätzen und gesamt 14 Kindern in den Schulen). Für 2018 hat das Landratsamt weitere 25 Flüchtlinge für die Anschlussunterbringung im GVV angekündigt. Das Vertragswerk wurde einstimmig gebilligt.