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01. April 2017

Sich Menschen und Gemeinden nähern

Rebekka Specht ist neue Gemeindediakonin im Oberen Wiesental.

  1. Rebekka Specht Foto: Schoch

  2. In der evangelischen Kirche in Zell findet am Sonntag, den 2. April, der Einführungsgottesdienst für die neue Gemeindediakonin Rebekka Specht statt. Foto: Hermann Jacob

ZELL. Die Jugendarbeit und die Zusammenführung der drei evangelischen Kirchengemeinden Todtnau, Schönau und Zell bezeichnet die neue Gemeindediakonin Rebekka Specht als ihre Hauptaufgaben. Zunächst aber will sie sich den Menschen im Oberen Wiesental annähern. Helfen dürfte ihr ihre Offenheit und ihre Vergangenheit in der Region. Am Sonntag, 2. April, findet der Einführungsgottesdienst in Zell statt.

Neu ist Rebekka Specht schon im Oberen Wiesental, aber sie arbeitet dort nicht ohne Vergangenheit. Die 24-Jährige, die gebürtig aus dem oberbayerischen Großweil stammt und mit ihrem Freund in Schopfheim wohnt, lebte seit ihrem 17. Lebensjahr in Grenzach-Wyhlen. "Ein paar Klassenkameraden kamen aus dem Oberen Wiesental und so war ich damals schon gelegentlich mal hier", erinnert sie sich.

Dass sie nicht gebürtig aus dem Oberen Wiesental kommt, sieht Specht nicht als Nachteil. Sie bringt eine große Offenheit und viel Freude an Vielfalt mit, sagt sie. Auch die Menschen, die sie dort bereits kennengelernt hat, scheint das nicht zu stören. "Ich bin sehr freundlich empfangen worden", sagte Rebekka Specht.

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Die Stelle der Gemeindediakonin im Oberen Wiesental ist vor fünf Jahren geschaffen worden. Seitdem war sie noch nicht besetzt. Ein Glücksfall für Specht, die ihr Amt am Samstag, 1. April, antritt. "Ich wollte zurück in die Region." Das Ländliche schätzt sie sehr. "Die Menschen kennen sich besser und haben andere Verbindungen zueinander als in großen Städten." Die Vorfreude auf die Arbeit spiegelt sich auch in ihrem Lächeln, wenn sie von den Erfahrungen der vergangenen Wochen – seit Februar weiß sie von ihrer neuen Tätigkeit – und dem Ausblick auf die kommenden Aufgaben berichtet.

Im Kern gehe es ihr zunächst darum, anzukommen, Kontakte zu knüpfen und die Menschen im Oberen Wiesental kennenzulernen. Hoffnung zieht sie etwa daraus, dass sie viel mit Jugendlichen zu tun haben wird. "Über sie und ihre Eltern kann ich bestenfalls schnell in der Region ankommen." Die Jugendarbeit gehört aber auch grundsätzlich zu ihren Kernaufgaben. Dazu zählen neben dem Religionsunterricht dreier Klassen – "irgendwo im Kirchenbezirk Markgräflerland, aber hoffentlich im Oberen Wiesental" – auch die Konfirmandenarbeit, mit der sie gleich im April starten will. Auch die Jungscharen und die Kindergottesdienste will sie vorantreiben. "Es wäre schon schön, wenn wir in einigen Monaten eine gewisse Regelmäßigkeit etabliert hätten", sagt sie. "Wenn also beständig Veranstaltungen stattfinden, alle davon wissen und sie auch gut besucht sind."

Außerdem sieht Specht die Verwaltung der Kirchengemeinden – gemeinsam mit den Pfarren vor Ort – als ihre zentrale Aufgabe. "Dabei ist es das Ziel, dass die drei Kirchengemeinden auch zusammenwachsen." Im Laufe der nächsten fünf Jahre – so lange läuft auch der Arbeitsvertrag von Rebekka Specht – sollen aus den drei Kirchengemeinden eine Verwaltungseinheit werden. Dazu kommen einige Verwaltungsaufgaben, auch hinsichtlich des Kirchenbezirks Markgräflerland, dem auch das Obere Wiesental angehört. Den Seniorennachmittag in Schönau wolle sie ebenfalls reaktivieren.

Der Weg in die Kirchenarbeit hat sich für Specht schon früh abgezeichnet. Erste Erfahrungen sammelte sie in den Kindergottesdiensten, die ihre Mutter veranstaltete. Als Schülerin war sie selbst aktiv bei Jugendgottesdiensten und Jungscharen. "Ich habe die Kirche als Ort der Heimat, Familie und Ruhe erfahren. Das möchte ich nun weitergeben", sagt Specht.Der Beruf der Pfarrerin sei aber nicht das Ziel gewesen. "Zwar finde ich die Theologie natürlich sehr spannend. Aber ich fühle mich in der Arbeit als Gemeindediakonin näher an den Menschen." Während des Studiums von Religionspädagogik und Gemeindediakonie in Freiburg hat sie in einer Gemeinde am Kaiserstuhl bereits die Aufgaben einer Gemeindediakonin übernommen. Nun führte sie der Weg zurück ins Obere Wiesental.

Information: Der Einführungsgottesdienst für Rebekka Specht findet am Sonntag, 2. April, ab 10 Uhr in der evangelischen Kirche in Zell statt. Mit dabei sind Dekanin Bärbel Schäfer sowie Kirchengemeinderäte aus Zell, Schönau und Todtnau. Anschließend gibt es einen Umtrunk.

ZUR PERSON: Rebekka Specht

Die 24-Jährige wohnt in Schopfheim. Gebürtig stammt die neue Gemeindediakonin im Oberen Wiesental aus Oberbayern, hat aber viele Jahre in Grenzach-Wyhlen gelebt. Das Studium der Religionspädagogik und Gemeindediakonie hat sie in Freiburg abgeschlossen. Am heutigen Samstag, 1. April, tritt sie ihr Amt an.  

Autor: ran

Autor: Frank Schoch