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08. April 2010

Überraschungen beim Osterkonzert

Beim Männergesangverein Wieden hatte ein Projektchor Premiere / Auch ein Theaterstück gab’s in der voll besetzten Halle.

  1. Geehrt wurden beim Osterkonzert des Männergesangvereins Wieden (von links) Bruno Behringer (40 Jahre aktiv), Alois Asal (50 Jahre) und Franz Behringer (60 Jahre). Foto: Bernhard Ritter

WIEDEN. Der Männergesangverein Wieden rief zum Osterkonzert, und die Halle im Gemeindezentrum war voll besetzt. Neben einem dreiteiligen Konzertprogramm, das eine interessante Neuerung enthielt, war auch eine Theateraufführung angesagt, die mit bekannten Akteuren sicher mit zum guten Besuch beitrugen. Vorsitzender Manfred Behringer begrüßte als besondere Gäste den Jodelclub "Bärgbrünneli" aus Biel und führte mit Informationen zu den einzelnen Liedern durch das Programm.

Dirigent Norbert Asal hatte für diesen Abend ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Sehr anspruchsvoll für den Chor war die "Barkarole" aus Hoffmanns Erzählungen und "Schenkt man sich Rosen in Tirol" aus dem Vogelhändler, beide begleitet am Klavier von Andreas Selke. Bei "Amazing Grace" gelang dem Männergesangverein der erste Coup: Drei junge Geiger und Sigrid Asal am Klavier unterstützten die Sänger und Manfred Behringer, der den Soloteil vortrug. Mit der gleichen Begleitung folgte "Die Rose", eine Erinnerung an die Liebe in schönen, aber auch in schweren Zeiten. Beide Vorträge wurden mit großem Beifall aufgenommen, und den jungen Geigern dankte Manfred Behringer mit einem gefüllten Osterkörbchen.

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Bei den folgenden Ehrungen gratulierte Vorsitzender Manfred Behringer drei Sängern für langjährige aktive Zugehörigkeit zum Verein. Seit 40 Jahren aktiv ist Bruno Behringer, der seine Fähigkeiten nicht nur beim Gesang, sondern auch in verschiedenen Positionen einbrachte. Trotz Wohnortwechsel nach Aachen ist Alois Asal seit 50 Jahren immer noch dabei, wenn es seine Zeit erlaubt. Franz Behringer, der dienstälteste Sänger, Gehört seit 1950 ununterbrochen zum Männergesangverein. Auch er war viele Jahre in verschiedenen Ämtern der Vorstandschaft tätig. Sein Wort hat immer noch Gewicht, und er schafft eine gute Verbindung von Alt zu Jung.

Der zweite Coup des Abends war der Auftritt des Projektchores. Zwölf Frauen und acht Männer hatten sich zusammengefunden. In nur sechs Wochen entstanden vier Vorträge, und alle waren mit sichtlicher Begeisterung dabei. Sehr starke Frauenstimmen forderten die Herren zu Bestleistungen heraus! Bei "Lollipop" sprang trotz des englischsprachigen Textes der Funke sofort über, wie auch im folgenden Liebeslied im alpenländischen Pop-Stil "Übern See". Sigrid Asal unterstützte die nächsten beiden Vorträge wieder am Klavier.

In "Love is a Flame" zeigten Jasmin Markanic und Sabrina Gutmann ihre Soloqualitäten, untermalt von den übrigen Sängerinnen und Sängern. Bei "City of my Heart" glänzten Bettina Wiesler und Louise Behringer als Solisten. Starker Beifall belohnte die Akteure Im dritten Teil waren wieder die Männer gefordert. Sehr anspruchsvoll waren der "Abendsegen" aus Hänsel und Gretel und das "Trinklied" aus La Traviata. Aus vollen Kehlen erklang danach "Marmor, Stein und Eisen bricht" von Drafi Deutscher und "Rote Lippen soll man küssen". Dass man in Wieden nicht nur musizieren, sondern auch gekonnt Theater spielen kann, bewiesen die Darsteller im anspruchsvollen, fast einstündigen Theaterstück "Sachsen, Polen und Hubertus". Unter der Regie von Bruno Behringer, von Madlen Behringer bestens gestylt, glänzten besonders Ruth Behringer und Bernhard Wetzel in den Hauptrollen. Die Schauspieler sorgten für manchen Lacherfolg, und dankbarer Applaus belohnte sie für ihre gute Leistung.

Autor: Bernhard Ritter