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25. September 2009

Vom Ski-Internat ins Fernsehstudio

Alexander Kiefer aus Aitern ist Biathlet mit Leib und Seele / Nächstes Ziel ist die Qualifikation für die Junioren-WM

  1. Alexander Kiefer Foto: Felix Held

AITERN (lix). Alexander Kiefer aus Aitern hatte am Skiinternat in Furtwangen, das er seit dem vergangenen Jahr besucht, auch sechs Wochen Ferien und in dieser Zeit keinen Unterricht. Aber wirklich frei hatte er deswegen nicht. Der 18-Jährige ist nämlich Biathlet mit Leib, Seele und Erfolg. In der vergangenen Saison verbuchte er beim Deutschlandpokal zwei Siege für sich und setzte sich dabei gegen zwei ältere Jahrgänge durch. Der Erfolg kommt allerdings nicht von alleine, sondern erfordert hartes Training.

Der Begriff "Wintersport" ist deswegen für den Biathlon vielleicht ein bisschen irreführend, denn die Grundlagen für den Erfolg im Winter werden im Sommer gelegt. In den Sommerferien hatte Alexander Kiefer deswegen nur die ersten zwei Wochen trainingsfrei, dann ging es nach Oberhof, wo er mit dem C-Kader des Deutschen Skiverbands (DSV), eine Woche lang trainierte. "Um 6.40 Uhr war Frühstück und um 8 Uhr mussten wir dann auf der Weltcupstrecke stehen", beschreibt er den Trainingsalltag. Von Oberhof ging es dann direkt nach Furtwangen, wo ein einwöchiger Lehrgang mit dem baden-württembergischen Landeskader auf dem Programm stand. Von Furtwangen ging es dann über Mainz nach Andermatt in die Schweiz, wo ein Höhentraining die Form weiter in Schwung bringen sollte.

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Der Zwischenstopp in Mainz war für Alexander Kiefer etwas ganz Besonderes, dort war er nämlich zur ZDF-Sendung "Fernsehgarten" eingeladen. Die Sendung beschäftigte sich mit dem Thema Biathlon und Hauptgast war die Olympiasiegerin, Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin Kathi Wilhelm. "Mit ihr habe ich ein paar Worte gewechselt", erzählt Alexander Kiefer. Viel Zeit für Smalltalk hatte er nicht, schließlich musste er als Startläufer in der Staffel mitlaufen, die in der Sendung übertragen wurde.

Sein nächstes Ziel ist die Qualifikation für den Novemberlehrgang des DSV in Oberstdorf. Dafür muss er beim Nordcup, einem dreitägigen Sommerwettkampf, gut abschneiden. Für den Winter hofft er, dass er sich für die Junioren-WM qualifizieren kann. Nach dem Skiinternat, das er noch zwei Jahre lang besuchen wird, will er Sportsoldat werden. Am liebsten in der Nähe seiner Heimat, dann könnte er nämlich im Schwarzwald trainieren. Durch die neue Anlage auf dem Notschrei hätten sich die Trainingsbedingungen verbessert, "besonders die Beschneiungsanlage ist ein großer Fortschritt".

Dass beim Training alles mit rechten Dingen zugeht, dafür sorgen auch regelmäßige Doping-Kontrollen. Er selbst sei schon zweimal kontrolliert worden. Man müsse schon aufpassen, denn schon der Kinderhustensaft könne dafür sorgen, dass man zwei Jahre gesperrt werde. Neben dem Training ist es dem Aiterner wichtig, dass er den Kontakt zu seinen Freunden nicht verliert. "Und wenn ich mal übers Wochenende nach Hause komme, ist das wie Ferien für mich."

Autor: lix