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17. Februar 2014

Wehr muss immer öfter ausrücken

Zahl der Einsätze hat sich in den letzten drei Jahren verdoppelt / Bei vielen Jubiläen ging nichts ohne die Wehr / Viele Ehrungen.

  1. Der stellvertretende Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Bruno Schmidt und die Geehrten Kurt Kiefer, Markus Held, Christian Hoffmann und Thomas Marxt (von links). Über soviel beständiges Engagement freut sich auch Kommandant Peter Schelshorn (ganz rechts). Foto: Silke Hartenstein

SCHÖNAU. Das zurückliegende Jahr verlief recht ruhig für die Schönauer Wehr. Doch die Zahl der Einsätze steigt seit Jahren beständig an. 32 Einsätze waren es 2013, mehr als doppelt so viele wie 2010. Viel zu tun hatten die Kameraden bei Verkehrsunfällen, darunter ein Unfall mit tödlichem Ausgang im Wühreloch. Nach dem heftigen Gewitter am 4. August räumten sie Geröll und entwurzelte Bäume von den Straßen und halfen im Juli bei der Bergung eines Gleitschirmfliegers aus einem Baum.

Die Feuerwehr wirkte mit an Schönaus 900-Jahrfeier, am Jubiläum 175 Jahre Stadtmusik, der Feier zur 40-jährigen Jumelage mit Villersexel und am Lichterfest – somit präsentierte sie sich 2013 besonders stark in der Öffentlichkeit. Dennoch schrumpfte die Zahl der Aktiven um zwei auf 35. Zur Jugendfeuerwehr gehören fünf junge Leute, der Altersdurchschnitt liegt bei 14 Jahren, neuer Träger der "Jugendflamme" ist Gjenkis Mazreku.

Kommandant Peter Schelshorn rief zur verstärkten Werbung um neue Feuerwehrleute auf. Die vielen Ehrungen bei dieser Hauptversammlung, die zügig verlaufenden Wahlen und der gute Probenbesuch sind ein Zeichen dafü

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r, dass es gut läuft in den Reihen der Kameraden. Für ihr künftiges Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 mit Drehleiter werden die Ausschreibungsunterlagen im Laufe dieser Woche an die Stadtverwaltung weiter geleitet, die Kosten von rund 350 000 Euro werden mit 99 000 Euro aus der Fachförderung und mit 100 000 Euro aus dem Ausgleichsstock bezuschusst, den Rest trägt die Stadt.

Dies sei kein Wahlgeschenk des Bürgermeisters an die Feuerwehr, betonte Schelshorn, sondern eine notwendige Anschaffung im Rahmen der 2009 für den Gemeindeverwaltungsverband entwickelten Feuerwehrkonzeption. Diese sieht für 2014 und 2015 zudem die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens und eines Einsatzleitwagens vor. 2012 und 2013 dagegen hatte man sich weitestgehend auf Ersatzbeschaffungen beschränkt. Die Kasse ist im Plus, denn im vergangenen Jahr wurden gute Einnahmen erwirtschaftet.

Wie der künftige Kreisbrandmeister Christoph Glaisner berichtete, wird zum Jahresende die gemeinsame Führungsgruppe der Feuerwehren Schönau, Todtnau und Zell gegründet. Ab dann unterstützt die "Führungsgruppe Oberes Wiesental" bei größeren Einsätzen oder Schadenslagen den Einsatzleiter. Um ihre Aufgabe zu trainieren, wird die künftige Führungsgruppe auch an den großen Übungen der drei Wehren teilnehmen. Überhaupt arbeitete man im Oberen Wiesental intensiv zusammen, stellte Schelshorn fest, was angesichts der geografischen Lage vieler Einsatzorte auch Sinn mache. "Die Feuerwehr ist für jede Gemeinde die günstigste Hilfeleistungseinrichtung, die es gibt", fand der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Bruno Schmidt. Für den ehrenamtlichen Einsatz der Schönauer Feuerwehr bedankten sich Bürgermeisterstellvertreterin Christine Thoma-Garbe und die Vertreter von Polizei, Rettungswache und DRK.

Wahlen: Stellvertretender Kommandant Jürgen Bianchi (wie bisher), Feuerwehrausschuss: Dirk Pfeffer, Markus Held, Christian Hoffmann, Josef Kiefer, Ralf Kiefer, Thomas Marxt, Matthias Schlachta und Volker Stamm.

Dienststellungswechsel: Jugendfeuerwehrwart Mirco Eble (für Sebastian Gierth), stellvertretender Jugendfeuerwehrwart Johannes Hasenbrink (für Ralf Kiefer), Gerätewarte Christian Wetzel und Ralf Kiefer (für Thomas Marxt).

Neuaufnahme: Dennis Kiefer

Termine: Feuerwehrübung in Schönau am 25. April

Infos der Schönauer Wehr auf http://www.FeuerwehrSchoenau.de

EHRUNGEN BEI DER SCHÖNAUER WEHR: verdiente mitglieder

Zur Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schönau gehörten auch Ehrungen langjähriger Aktiver, allen voran Brandmeister Kurt Kiefer, der seit 40 Jahren der Wehr angehört und hierfür mit dem goldenen Feuerwehrehrenzeichen ausgezeichnet wurde. Die Ehrung nahm Kommandant Peter Schelshorn in Vertretung des Kreisbrandmeisters vor. Kurt Kiefer trat nach vier Jahren in der Jugendfeuerwehr 1977 in die Schönauer Aktivmannschaft ein. Der Träger der Leistungsabzeichen in Bronze und Silber war dort neun Jahre als Jugendwart und sechs Jahre als Gruppenführer tätig und bildete sich in insgesamt 13 Lehrgängen weiter.

Geehrt und beschenkt wurden auch Christian Hoffmann für 20 Jahre aktiven Dienst, darunter viele Jahre als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart, und Oberlöschmeister Thomas Marxt, der sich 16 Jahre lang als Gerätewart um Wartung und Pflege der Feuerwehrgerätschaften kümmerte. Der Vize-Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Bruno Schmidt ehrte Oberbrandmeister Markus Held für seine langjährige Tätigkeit als Ausbilder und Lehrgangsleiter mit der silbernen Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands.

 

Autor: sil

Autor: Silke Hartenstein