"Wilde Wahl" in Schönenberg

Verena Wehrle

Von Verena Wehrle

Mi, 27. Dezember 2017

Schönenberg

Schönenberg: Kein Kandidat für Quast-Nachfolge.

SCHÖNENBERG (vwe). In der jüngsten Gemeinderatssitzung ging es um die Schönenberger Bürgermeisterwahl am 14. Januar. Für diese gibt es keinen Kandidaten, entsprechend wird es eine sogenannte "Wilde Wahl" geben.

"Auf den leeren Wahlzettel können die Bürger einen Namen draufschreiben. Wir werden dann schauen, ob die Person wählbar ist", erklärte Bürgermeister Michael Quast das Prozedere. Sollte eine Person bereits im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten, kann diese das Amt gleich übernehmen, ansonsten folgt ein zweiter Wahlgang. Für diese gilt eine Dreitages-Frist, in der sich Kandidaten bewerben können, etwa jene, die im ersten Wahlgang bereits Stimmen erhielten, so Quast. Im zweiten Wahlgang gilt die einfache Mehrheit. Schlimm fände es Quast, wenn es auch für die zweite Runde keinen Kandidaten gäbe oder der Gewählte das Amt nicht annehmen wolle. Quast: "Es wäre für Schönenberg nicht schön, wenn es so weit kommt. Das führt in meinen Augen zur Eingemeindung nach Schönau". Man könne aber niemanden zwingen, in Schönenberg Bürgermeister zu werden, stellte Quast klar. Dies gelte schon gar nicht für den Amtsinhaber, "der schon 25 Jahre an diesem Tisch sitzt". Er hoffe auf Überraschungen wie bei den wilden Wahlen in Tunau oder Wieden. Des Weiteren beschlossen die Räte einstimmig die Erweiterung des Bebauungsplans Berghalde zu beantragen. Die Kosten übernimmt der Bauherr übernommen. Quast informierte außerdem über die Exkursion der GVV-Vertreter zu den Gemeindehallen von Maulburg, Zell und Müllheim als Inspiration für den Bau der neuen Buchenbrandhalle. Nach Quasts Meinung mache die Maulburger Alemannenhalle einen besseren Eindruck als die Zeller. Das Gebäude wurde vom gleichen Architekten geplant wie die neue Buchenbrandhalle.

Termin: Die Bürgermeisterwahl findet am 14. Januar von 10 bis 16 Uhr statt.