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17. März 2011
CDU-Fraktion zeigt Verständnis für Irrlicht-Situation
Drei Irrlicht-Vertreter besuchten die Fraktionssitzung / Noch keine abschließende Meinung aller Mitglieder für die Abstimmung.
SCHOPFHEIM (BZ). In der jüngsten CDU-Fraktionssitzung führte ein Gespräch mit drei Vertretern des Café Irrlicht zwar zu keiner übereinstimmenden Beurteilung der Lage und des weiteren Vorgehens, machte aber den Mitgliedern der CDU-Fraktion deutlich, dass es auf Seiten der Irrlicht-Betreiber durchaus Bereitschaft gibt, zur Entspannung der Lage einen Beitrag zu leisten. Es wurde von dieser Seite nochmals dargestellt, dass viele Ereignisse durch Kräfte von außen verursacht werden, gegen die sich die Betreiber nicht immer erfolgreich zur Wehr setzen können.
Eine Schließung, auch wenn sie tatsächlich zeitlich begrenzt wird, lasse befürchten, dass die durchaus auch positive Arbeit des Vereins Soziokultur dauerhaft Schaden nehmen könne. Dieses Thema wurde intern anschließend noch diskutiert. Noch haben sich nicht alle Mitglieder der CDU-Fraktion entschieden, wie sie sich in der Abstimmung zu diesem Thema verhalten werden. Die CDU wird auf jeden Fall darauf drängen, dass im Falle der temporären Schließung sofort damit begonnen wird, ein Konzept für die baldige Wiedereröffnung zu entwickeln, das realistisch ist und von allen gemeinsam getragen und unterstützt wird. Wenn sich die Jugendlichen dabei rechtliche Unterstützung sichern, sieht die CDU Fraktion diese eher positiv und als Ausdruck des Willens, eine stabile Lösung zu erreichen, denn als Affront gegenüber der Verwaltung. Die CDU wünscht, dass es zu einer Lösung kommt, die auch die Weiterführung der Holzrock-Veranstaltung ermöglicht.
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Weitere Gäste an diesem Abend waren der Gersbacher Ortsvorsteher Christian Walter und sein Ratskollege Friedrich Streich. Die beiden Ortschaftsräte präsentierten in übersichtlicher Form umfangreiches Zahlenwerk zum Thema Flurbereinigung in Gersbach. Was in der sachlichen Diskussion klar wurde, ist die Tatsache, dass einige der Zahlen teilweise falsch interpretiert werden. Wenn es so kurz und bündig dargestellt werde, dass die geplanten Maßnahmen die Stadt Schopfheim Mehrkosten von ungefähr 300 000 Euro verursachten, werde dabei übersehen, dass ein Kostenblock von etwa 136 000 Euro in jedem Fall, auch ohne die geplanten Maßnahmen, zu übernehmen sei, der durch die Verdoppelung der kostenpflichtigen Fläche seit 2004 entstanden ist. Somit verbleibe effektiv ein Betrag von etwa 160 000 Euro, der aber über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren anfällt. Für die CDU-Fraktion besteht kein Zweifel daran, dass die beantragten Maßnahmen absolut notwendig seien, um die Attraktivität von Gersbach als Erholungslandschaft zu erhalten und zu steigern und auch, um die Land- und Forstwirtschaft als Ertragsbringer zu stärken. Es müsse auch berücksichtigt werden, dass die vorgesehenen Maßnahmen durch Zuschüsse von Land, Bund und EU in Höhe von 50 bis 85 Prozent subventioniert werden.
Vor diesem Hintergrund und der Überzeugung, dass ein attraktives Erholungsgebiet und eine florierende Land- und Forstwirtschaft der Stadt nachhaltigen Mehrwert bringe, wird die CDU diesen Antrag in vollem Maße unterstützen.
Autor: bz
