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28. Juli 2010

Der ganze Landkreis hilft Sampa

Spende von 2538,47 Euro vom Dikome-Verein für das zehnjährige indische Mädchen / Erlös aus dem Kaffeefest für guten Zweck.

  1. Helfried Heidler (links) als Vorsitzender des Vereins Dikome/Kamerun und Stellvertreter Richard Renz (rechts) überreichten Dr. Günter Zabel (Interplast Germany) eine Spende über 2538,47 Euro für die Operation des indischen Mädchens Sampa. Foto: Marlies Jung-Knoblich

SCHOPFHEIM. Für den Dikome-Verein hatte Vorsitzender Helfried Heidler versprochen, sich finanziell zu engagieren, damit das indische Mädchen Sampa in der Lörracher Kinderklinik operiert werden kann. Der Erlös aus dem Kaffeefest in Langenau sollte auch der Aktion Sampa zu Gute kommen. Gestern nun überreichte Heidler 2538,47 Euro an Dr. Günter Zabel, der sich für Interplast Germany, Sektion Schopfheim, federführend um die nötigen Operationen für das Kind kümmert.

Während des Kaffeefestes waren zwei Bilder von Hobbykünstler Uwe Wolf aus Schopfheim versteigert worden, der vom Schicksal des zehnjährigen Kindes erfahren hatte und helfen wollte. Er stellte, wie berichtet, zwei Bilder für eine Versteigerung zur Verfügung. Das Bild mit dem Mädchenkopf erbrachte 266,77 Euro, das Blumenbild 366 Euro, bilanzierte Helfried Heidler. Hinzu kommen 875,70 Euro aus der Gottesdienstkollekte und 1030 Euro Einzelspenden, was die eingangs genannte Summe von 2538,47 Euro ergibt. Mit großer Freude überreichte Helfried Heidler die Spende an Dr. Günter Zabel, verbunden mit dem Wunsch, dass dem Kind geholfen werden kann.

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Seit 1982 seien Dr. Günter Zabel und sein Interplast-Team in die Partnerschaft mit Dikome in Kamerun eingebunden, sagte Helfried Heidler. Die ersten Operationen hat Günter Zabel sogar in Dikome selbst gemacht. Er erinnerte sich noch gut daran, dass die Sprechstunde der Ärzte für den nächsten Tag trommelnd verbreitet wurden. Erst habe er es nicht glauben können, doch es funktionierte.

"Ich bin beeindruckt, wie ein ganzer Landkreis zusammensteht, um dem Mädchen zu helfen," sagte Günter Zabel. Erst kürzlich haben die Zweitklässler der Grundschule Wiechs Beeren gepflückt und zu Gunsten von Sampa verkauft. Der christlich-islamische Frauentreff in Binzen habe auch für das Hindu-Mädchen gesammelt und gespendet. Für ihn persönlich sei es auch beeindruckend zu erfahren, was man bei so einer Hilfsaktion erlebt und wie viele Menschen man über Sampa kennenlernt. Die Kosten für den Aufenthalt des Kindes, das seine Arme seit einer schweren Verbrennung nicht mehr bewegen kann, in der Lörracher Kinderklinik seien nach menschlichem Ermessen gedeckt, freut sich Günter Zabel. Er stellte auch klar, dass das Geld nicht etwa für das Ärzteteam gebraucht werde, denn die Ärzte engagierten sich ehrenamtlich. Aber die Materialien, gerade nach und während so einer Operation, seien teuer, der Vater wohne während des Krankenaufenthalts seiner Tochter ganz in der Nähe (Unterkunft), hinzu komme die Verpflegung und viele andere Dinge.

Günter Zabel ist guter Hoffnung, dass Vater und Tochter am 2. September in Deutschland eintreffen werden. Der Hin- und Rückflug (voraussichtlich am 8. Januar) werde von der Lufthansa gesponsert. Zabel freut sich auch sehr über das Engagement von Stewardess Ute Sparenberg, die sich persönlich darum kümmert, dass Vater und Tochter Sampa ihre Papiere (Ausweise, Visa) erhalten.

Autor: Marlies Jung-Knoblich