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10. April 2012

Die "blauen Montage" sind mittlerweile Kult

"Blue(s) Monday" im Waldhaus in Schweigmatt hat sich fest etabliert / Entfesseltes Publikum beim Auftritt von Big Pete Pearson.

  1. Spaß hatten nicht nur die Besucher, sondern auch Ray Scona (Guitar) und Big Pete Pearson. Foto: H. Fabry

SCHOPFHEIM-SCHWEIGMATT (bry). Man kann nicht daran vorbei reden. Der von Klaus Deuss betreute "Blue(s) Monday" ist längst über den Status des Geheimtipps hinausgewachsen und hat unter den Blues-Enthusiasten nach einem Vierteljahr absoluten Kultstatus erlangt.

Beim Konzert von Big Pete Pearson hatten Frank Uehlin und sein Team vorsorglich alle Tische verräumt – trotzdem drohte das Waldhaus aus allen Nähten zu platzen. Die 75 Lenze, die das Blues-Urgestein auf dem Buckel hat, merkte man ihm nun wirklich nicht an. Big Pete Pearson rockte das Waldhaus, dass einem angst und bange werden konnte.

Mit einer fantastischen Begleitband – Blues aus Italien – brachte der gebürtige Jamaikaner Blues, Boogie und erdigen Rock’ n’ Roll nach Schweigmatt. Schon nach dem dritten Stück erwiesen sich die bereitgestellten Stühle nicht nur als zwecklos, sondern als völlig überflüssig und sogar hinderlich.

Das Publikum hielt es nicht mehr aus den Stühlen, das Konzert mutierte zu einer wilden Tanzparty.

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Ob in den rauen und sanften Melodien wie "Tinpan-Alley" oder "Hole in my pocket" oder bei den fetzigen Titeln "Got my Mojo working" – Big Pete Pearson hatte sein Publikum fest im Griff und wurde immer wieder von Szenenapplaus überschüttet.

Ein großes Kompliment gebührt auch den Musikern, die den Meister großartig stützten und immer wieder mit grandiosen Soloeinlagen die Gäste zum Jubeln brachten. Ray Scona, ein Blues-Gitarrist erster Güte und Enrico Carpaneto an den Keyboards, der immer wieder fantastische Boogie-Einlagen beisteuerte, waren ein echtes Erlebnis.

Aber auch der Rhythmus-Set mit Gab Dellepiane am Bass und Marco Fuliano an den Drums stand den Kollegen in nichts nach. Das Publikum war im wahrsten Sinne entfesselt, sang mit uns tanzte, und wem es gar zu eng wurde, der tanzte halt auf den Stühlen, die damit doch noch einen Zweck erfüllten.

Zum Schluss des Auftritts – denn irgendwann fordern die 75 Lenze schon ihren Tribut – sang das Publikum noch eine Viertelstunde lang auch ohne Begleitband das "Hey – hey – the Blues ist allright". Wer eine mitreißende und authentische Clubatmosphäre mit Blues der Spitzenklasse genießen möchte, sollte sich keinen "blauen Montag" entgehen lassen.

Autor: bry