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13. Juli 2010
Ein Zirkus mit besonderem Flair
Die Familie Kaiser zeigt, wie spritzig man unterhalten kann.
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Schön anzusehen war auch die Pferdedressur des Zirkusdirektors Foto: Edgar Steinfelder
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Schön anzusehen war auch die Pferdedressur des Zirkusdirektors Foto: Edgar Steinfelder
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Drahtseilakt im Zirkus Kaiser: Spritzig und unterhaltsam mit Akrobaten, Clowns und schlauen Tieren war das Programm. Foto: Edgar Steinfelder
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Drahtseilakt im Zirkus Kaiser: Spritzig und unterhaltsam mit Akrobaten, Clowns und schlauen Tieren war das Programm. Foto: Edgar Steinfelder
SCHOPFHEIM (edi). Es war ein ganz besonderes Zirkuserlebnis, das am Wochenende in Schopfheim geboten wurde. Da gastierte ein kleines Zirkusunternehmen mit einem imposanten Tierbestand, das insgesamt 36 amtliche Zertifikate für vorbildliche Tierhaltung vorzuweisen hat. Und Tiere spielen in der Manege auch gekonnt manche Hauptrolle. Außergewöhnlich ist auch die Zusammensetzung des Zirkusensembles. Sämtliche Artisten sind Mitglieder einer Familie mit dem Namen Kaiser und werden vom Publikum für ihre hervorragenden Leistungen wie Könige gefeiert.
Das Programm ist ausgewogen, spritzig und unterhaltsam. Majestätisch wiegen sich da Andalusierhengste unter der Regie des Zirkusdirektors im Walzertakt, zeigen schwierige Schrittpassagen und Galopps. Auf ihre spezielle Art demonstrieren auch Kamele, Wasserbüffel, Lamas, Antilopen und afrikanische Strauße ihre Lernfähigkeit bei der Tierdressur. Die Elefantendame Sarah freut sich gar so sehr, dass sie sich bei ihrem Rundgang von Ballaststoffen entledigt. Die Kinder johlen, während die beiden Clowns Bambino und Beppo mit lustigen Gesten und mehr oder weniger handwerklichem Geschick den "elefantösen Abwurf" in eine Schubkarre verladen. Atemberaubend sind auch die Darbietungen der Artisten am Vertikal- und Balancierseil, die quirlige Reifenakrobatik sowie eine Wildwestshow mit Lassowirbel und Messerwerfen oder die heiße Nummer mit einem Feuerschlucker.
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Höhepunkt des Programms ist zweifellos der Handstand eines Artisten auf einem Turm von fünf übereinander gestapelten Stühlen, die auf einem Fundament, das aus vier Weinflaschen besteht, aufgebaut sind. Das Publikum hält den Atem an, als an einer Ecke die Flasche entfernt wird und der Akrobat trotzdem die Balance behält. Es gab während der Nummern und beim Schlussaufmarsch der Artisten reichlich Beifall für ein Programm, das Groß und Klein überzeugen konnte. Riesenspaß hatten dann am Ende der Vorstellung die Kinder, die auf der Elefantenkuh Sarah ein paar Runden durch die Manege drehen durften.
Autor: edi


