"Eine Auszeichnung für den Verein"

Monika Weber

Von Monika Weber

Fr, 06. Juli 2018

Schopfheim

BZ-INTERVIEW mit Andreas Pohl, Vorsitzender der Handballer, zum Stützpunktpokal der C-Juniorinnen am Samstag.

SCHOPFHEIM. Der Handballsportverein (HSV) Schopfheim richtet am Samstag, 7. Juli, den Stützpunktpokal des Südbadischen Handballverbandes für die C-Juniorinnen in der Friedrich-Eberthalle aus. BZ-Mitarbeiterin Monika Weber sprach mit dem Vorsitzenden des HSV Schopfheim, Andreas Pohl, über die Bedeutung dieses Events.

BZ: Wie kam es dazu, dass der Stützpunktpokal in Schopfheim ausgerichtet wird?

Pohl: Wir hatten uns vor über drei Monaten dafür beworben. Seit etwa vier Wochen wissen wir, dass wir als Ausrichter ausgewählt wurden. Wir teilen uns die Aufgabe mit den Handballern aus Weil. Dort spielt parallel die männliche C-Jugend, in Schopfheim die weibliche C-Jugend.



BZ: Was genau ist der Stützpunktpokal?

Pohl: In Südbaden gibt es sechs Stützpunkte, von wo aus die Talente des jeweiligen Bezirks gesichtet werden. Schopfheim gehört zum Stützpunkt Oberrhein. Jeder dieser Stützpunkte entsendet einmal im Jahr die Auswahlteams der verschiedenen Jugendteams zu diesem Stützpunktpokal, der in Turnierform ausgespielt wird. Ein Team besteht aus 14 Spielerinnen. Zusätzlich zum Pokal für das beste Team werden die zehn besten Spielerinnen besonders geehrt. Außerdem geht es da auch um Talentsichtung auf Landesebene.

BZ: Sind auch Spielerinnen aus Schopfheim nominiert?

Pohl: Ja, insgesamt sind es fünf unserer C-Juniorinnen. Das sind Hannah Bergauer, Eva Girod, Celine Kahrsch, Maria Lauber und Alina Zeiser.

BZ: Was hat dieses Event für eine Bedeutung für den Verein?

Pohl: Da Schopfheim ja nicht so zentral gelegen ist und die meisten Turniere im Raum Offenburg stattfinden, ist es für uns schon eine besondere Auszeichnung, so etwas austragen zu dürfen. Wir wollen die Gelegenheit auch nutzen, um uns als Verein zu präsentieren, zeigen, dass wir in der Lage sind, so etwas zu organisieren. Zusätzlich soll es auch Motivation für unsere Spieler und Spielerinnen sein, um zu zeigen was man erreichen kann. Und natürlich wollen wir den Zuschauern in unserer Region die Möglichkeit geben, die jungen Talente in unserer heimischen Halle zu sehen.



BZ: Wie aufwändig ist es, die Veranstaltung zu stemmen?

Pohl: Wir haben ein Organisationsteam von zwölf Personen, das sich seit der Bekanntgabe darum kümmert. Dazu kommen noch 20 Helfer aus den Spielern, Trainern, Eltern und dem Hauptausschuss, die vor allem den Wirtschaftsdienst und Zeitnehmerdienst am Samstag übernehmen.



BZ: Was können Zuschauer erwarten?

Pohl: Die Auswahlteams der C-Juniorinnen sind Mädchen von 13 und 14 Jahren, die schon auf einem sehr guten Niveau spielen. Da kann man schon ein gutes technisches Niveau und auch Spielsysteme sehen. Insgesamt ist es sehr attraktiv, sich das einmal anzuschauen. Wir erwarten über 200 Menschen in der Halle und auch gute Stimmung. Ein Besuch lohnt sich da auf jeden Fall. Der Eintritt ist frei.



BZ: Wie ist es um die Jugend beim HSV allgemein bestellt?

Pohl: Bei uns spielen mittlerweile über 140 Kinder in 12 Jugendteams. Dazu haben wir noch 24 Trainer und Betreuer, die sich um alles kümmern. Bei den Jugendteams A, B, C und D haben wir jeweils ein Jungen- und ein Mädchen-Team. Dazu gibt es bei den Minis und der E-Jugend aufgrund der großen Anzahl jeweils zwei gemischte Teams.

Zur Person: Andreas Pohl ist 48 Jahre alt, gebürtiger Rheinländer aus der Nähe von Düsseldorf, verheiratet und hat drei Kinder. Beruflich ist er selbstständiger Handelsvertreter. Er spielt Handball seit er 10 Jahre alt ist. Vor 6 Jahren zog er nach Schopfheim und schloss sich gleich den Handballern an, damals noch eine Abteilung des SV Schopfheim. Später wurde er auch Trainer und trainiert derzeit die männliche B-Jugend. Seit 1.7.2014 sind die Handballer ein eigenständiger Verein und er 1. Vorsitzender.