Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
28. Juni 2010 15:03 Uhr
Dikome-Verein hilft indischem Mädchen
Kaffeefest für einen guten Zweck
Vollen Einsatz leistet der Schopfheimer Verein Dikome/Kamerun: Der Erlös aus dem Kaffeefest wird der Organisation Interplast Germany gespendet, um ein indisches Mädchen in Lörrach operieren zu können.
LANGENAU. Das diesjährige Kaffeefest hatte der Verein Dikome/Kamerun ganz auf die Hilfe für Sampa ausgerichtet. Das indische Mädchen, das nach einem Sturz in das Herdfeuer durch die Vernarbungen weder Arme noch den Kopf bewegen kann, soll von der Ärzten der Interplast Germany im Lörracher Kinderspital operiert werden. Um diese Operation zu ermöglichen wird der Verein Dikome /Kamerun den Reinerlös des Kaffeefestes für diesen Zweck spenden.
"Wir sind Botschafter einer neuen Generation", erklärte Helfried Heidler in seiner Ansprache. Seit Jahren setzt sich der Verein Dikome/Kamerun dafür ein, dass Menschen von der eigenen Arbeit leben und aufrecht durchs Leben können, so der Vorsitzende des Vereins weiter. Es sei wichtig, in einer Zeit zunehmender zwischenmenschlicher Kälte eine Initiative gegen die Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit zu starten, unter der immer mehr Menschen zu leiden haben. "Mit unserer Unterstützung für Sampa können wir diesem Mädchen ein ganz neues Leben ermöglichen", betonte Helfried Heidler und dankte den zahlreichen Besuchern, dass sie durch ihre Anwesenheit dieses Projekt unterstützen.Werbung
Das Fest hatte am Morgen mit einem ökumenischen Gottesdienst begonnen, bei dem die Teilnehmer einen namhaften Betrag für die Operation gespendet hatten. Im Anschluss spielte die Bläsergruppe der Friedrich-Ebert-Schule, die auch den Gottesdienst musikalisch umrahmt hatte, zu einem Kaffeehaus-Konzert auf. Bei hochsommerlichen Temperaturen saßen die Gäste zum Mittag zusammen, um gemeinsam zu tafeln oder beim Gespräch zusammen zu sitzen. Den Auftakt zum Nachmittagsprogramm bestritten die vereinigten Chöre des Gesangvereins Eichen, des Lollipop und des Cats-Chors unter Leitung von Dieter Waibel mit Ausschnitten aus ihren verschiedenen Afrika-Programmen. Richtig spannend wurde es bei der Versteigerung der beiden Gemälde, die Uwe Wolf zu diesem Anlass zur Verfügung gestellt hatte. "Stellen Sie sich vor, an welchem Platz in ihrer Wohnung diese Bilder hängen könnten", eröffnete Helfried Heidler die "amerikanische Versteigerung".
"Bedenken Sie, welche Geschichte Sie erzählen können, wenn Sie nach dem Hintergrund dieses Bildes gefragt werden." Am Beispiel des Mädchen-Porträts vor einer Großstadtlandschaft schlug Helfried Heidler den Bogen zum "Schrei" von Edvard Munch und zu der leidvollen Geschichte von Sampa. "Sie können nicht nur ein Bild erwerben", fuhr Helfried Heidler fort, "Sie erwerben eine ganze Geschichte um Menschlichkeit und Wärme." Bei der Versteigerung, die folgte, hagelten die Gebote so dicht, dass die Helferinnen größte Mühe hatten, die Beträge schnell genug einzusammeln. Bei beiden Gemälden wurden stattliche Beträge erzielt, für die sich Helfried Heidler herzlich bedankte. Bei Liedern der Chöre und in einer herzlichen Atmosphäre klang das Kaffeefest aus.
Autor: Heiner Fabry
