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11. Januar 2012 16:36 Uhr
70. Geburtstag des Alt-Bürgermeisters
Klaus Fleck ist mit der Stadt seit 33 Jahren eng verbunden
Auf Einladung der Stadt feierten viele Wegbegleiter und Freunde den runden Geburtstag von Schopfheims Alt-Bürgermeister Klaus Fleck nach. Er wurde im Dezember 70 Jahre alt.
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Ein Bild von der Stadt schenkte Bürgermeister Christof Nitz (links) seinem Amtsvorgänger. Foto: Marlies Jung-Knoblich
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Viele Wegbegleiter hatten sich zur Geburtstagsfeier eingefunden. Foto: Marlies Jung-Knoblich
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Für den musikalischen Rahmen sorgten Adrian Mears (rechts) und Mark Wise. Foto: Marlies Jung-Knoblich
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In lockerem Rahmen unterhielten sich die Gäste. Foto: Marlies Jung-Knoblich
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Auch Bürgermeister benachbarter Gemeinden waren gekommen. Foto: Marlies Jung-Knoblich
SCHOPFHEIM (mj). Zur "kleinen Feier mit großem Hintergrund" hatte die Stadt ins Musikhaus eingeladen. Grund: Der 70. Geburtstag von Alt-Bürgermeister Klaus Fleck wurde im Beisein zahlreicher Wegbegleiter aus Stadt, Land und Bund nachgefeiert. Denn Klaus Fleck war nicht nur 24 Jahre lang (1979 bis 2003) Bürgermeister der Stadt, sondern auch in etlichen Gremien vertreten. Darunter 20 Jahre lang im Kreistag, Mitglied im Regionalverband Hochrhein-Bodensee und im Städte- und Gemeindetag Baden-Württemberg. Auszeichnungen sprechen eine beredte Sprache von diesem Engagement: Klaus Fleck erhielt mit breiter Unterstützung das Bundesverdienstkreuz, die "Freiherr-vom-Stein-Medaille", "die höchste Auszeichnung des Städte- und Gemeindetags", wie Bürgermeister Christof Nitz sagte und die große Sparkassenverdienstmedaille vom Sparkassenverband. Nitz zollte seinem CDU-Vorgänger im Amt Klaus Fleck höchsten Respekt dafür, dass er die Stadt vorangebracht und stets die richtige Richtung eingeschlagen habe. Klaus Fleck habe zwar für seine "Bauwut" Kritik eingeheimst, doch zeige sich heute, dass es wichtig sei, 60 Wohneinheiten im Jahr auszuweisen, um einer Überalterung der Stadt entgegenzuwirken. Christof Nitz erinnerte an Meilensteine wie die Altstadtsanierung oder auch den Bau der Umgehungsstraße, die ohne Rechtsstreitigkeiten über die Bühne ging. Als Geschenk erhielt er aus den Händen von Nitz ein Bild von der Stadt, mit der er stark verbunden sei.
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Landrat Walter Schneider zeigt sich auch im Nachhinein froh darüber, dass sich der Landkreis Lörrach und die Stadt Schopfheim Klaus Fleck "teilen" konnten. In den 20 Jahren im Kreistag habe Klaus Fleck immer ganz klare Positionen vertreten. Er habe ihn für seine Verlässlichkeit und seine Geradlinigkeit sehr geschätzt. Landrat Schneider sprach auch die sportliche Seite des Alt-Bürgermeisters an, die er schon in jungen Jahren hatte. So sei er unter anderem 1959 badischer Jugendmeister im Kunst- und Turnspringen geworden, außerdem Juniorenmeister im Einer-Kanadier und deutscher Vizemeister im Vierer-Kanadier. Der gebürtige Karlsruher war Mitglied im Badischen Kanuverband. Walter Schneider bezeichnete Klaus Fleck als "wandelndes statistisches Lexikon". Dieses Wissen, gepaart mit Stadtplanung, "hat uns das Schopfheimer Krankenhaus beschert", schmunzelte Walter Schneider. Und er wies entschieden Gerüchte zurück, wonach das Kreiskrankenhaus Schopfheim vor der Schließung stehe. Das Gegenteil sei der Fall, so Schneider. Klaus Fleck habe sich für den Landkreis Lörrach sehr engagiert.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster bekannte, Klaus Fleck eigentlich nur im (Un-)Ruhestand kennengelernt zu haben. Dennoch habe Fleck keinen geringen Anteil daran, dass er sich entschieden habe, für den Bundestag zu kandidieren. Klaus Fleck zähle zu den "alten Hasen" in der CDU, "die man gespürt hat". Er persönlich habe durch Klaus Fleck viel gelernt, bekannte Armin Schuster. Er sei sicher, dass Klaus Fleck "im Gen-Code der Partei wiederzufinden sein wird". Nicht zuletzt sein Wissen um Demographie habe bei ihm (Schuster) abgefärbt, denn Klaus Fleck habe sich frühzeitig um das Thema und eine Problemlösung gekümmert. Schuster bat Fleck inständig, weiterhin politisch mitzumischen, denn die Erfahrung sei von unschätzbarem Wert.
Einen "roten Punkt" in all dem "Schwarz" wollte Artur Cremans (SPD) setzen. Im Gemeinderat habe es unter Klaus Flecks Führung zwar heftige Diskussionen gegeben, aber das gemeinsame Ziel sei dabei nie aus den Augen verloren worden: die Stadt voranzubringen. Da sich Klaus Fleck nach wie vor für Dikome (Kamerun) engagiert, überreichte Artur Cremans im Namen der SPD eine Spende für den Verein Dikome-Kamerun.
"Ich wohne seit 33 Jahren in Schopfheim. Dies ist meine Heimat", sagte Klaus Fleck. Beharrlichkeit habe sich stets ausgezahlt. Das habe er durch seine sportlichen Aktivitäten entdeckt. Weitsicht sei ein ganz wesentlicher Teil in der Kommunalpolitik. Indirekt bleibe er seinem alten Beruf treu, erklärte Fleck, Sprecher der CDU-Fraktion im Regionalverband. Bei seinen Hobbys Segeln und Tauchen könne er optimal entspannen.
International war die musikalische Besetzung: Da Klaus Fleck Jazzliebhaber ist, umrahmten der gebürtige Australier Adrian Mears, einer der gefragtesten Jazz-Posaunisten Europas, und Mark Wise (Gitarre) aus San Francisco die Feier.
Autor: mj


