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01. Dezember 2010

Sampa ist ein richtig fröhliches Kind geworden

Nach neun Operationen im Elisabethen-Krankenhaus in Lörrach kann das indische Mädchen wieder ihre Hände und Arme bewegen.

  1. Kess und fröhlich ist die zehnjährige Sampa (links neben ihr Vater Sanjai Singh) nach der Behandlung ihrer schlimmen Verbrennungen. Darüber freuen sich (von links) Marianne Zabel, Bürgermeister Christof Nitz, Dr. Günter Zabel und Helfried Heidler. Foto: Marlies Jung-Knoblich

SCHOPFHEIM (mj). Die zehnjährige Sampa strahlt über das ganze Gesicht, spricht ein bisschen deutsch, versteht aber deutlich mehr. Wie mehrfach berichtet, kam das indische Mädchen mit einer schlimmen Verbrennung, die ihr beide Arme und Hände bewegungsunfähig machten, am 2. September nach Deutschland. Ein Ärzteteam in Lörrach hat neun Operationen an Sampa vorgenommen. Jetzt kann sie wieder beide Hände und Arme bewegen.

Die Hilfe für Sampa haben Marianne und Dr. Günter Zabel initiiert. Bei einem Interplast-Einsatz in Kalkutta lernten sie Sampa kennen, konnten dort aber nichts für sie tun. Als das Schicksal des indischen Mädchens in Schopfheim und im Landkreis Lörrach bekannt wurde, halfen sehr viele Menschen mit ihren Spenden und Aktivitäten mit, um das Geld für den Aufenthalt und die Operationen am Elisabethen-Krankenhaus in Lörrach zusammen zu bekommen. Es sei ein Segen, solche Menschen wie die Familie Zabel in der Stadt, ja in der ganzen Welt, zu haben, freute sich Bürgermeister Christof Nitz. Er sei glücklich, dass dieser Einsatz einen guten Abschluss gefunden habe. Die gemeinsame Kraftanstrengung, die die Ärzte, Schwestern und Pfleger und alle Helfer unternommen haben, sei einfach großartig. Am Freitag werden Sampa und ihr Vater Sanjai Singh den Landkreis verlassen, erklärt Günter Zabel. Der Vater wird zurück nach Indien fliegen, Tochter Sampa in einer Rehaklinik in Bad Piemont untergebracht. Die Stewardess Ute Sparenberg hat sich darum gekümmert. Am 7. Januar fliegt das Mädchen mit den Zabels zurück nach Kalkutta. "Sampa war der Sonnenschein auf der Station im Elisabethen-Krankenhaus", erzählt Marianne Zabel. Vater und Tochter kamen mit zwei kleinen Taschen und fliegen mit dicken Koffern zurück.

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Ein ganz herzlicher Dank galt nochmals Helfried Heidler und seinem Dikome-Team, das über 2500 Euro durch eine Bild-Versteigerungsaktion für die "Aktion Sampa" beigesteuert hat. "Das Mädchen zu sehen ist ein ergreifender Anblick und Augenblick," freute sich auch Helfried Heidler. Seiner Meinung nach sollte nach finanziellen Möglichkeiten gesucht werden, um dem Kind eine gute Ausbildung zukommen zu lassen. Marianne und Günter Zabel sind guter Dinge, dass das machbar ist. Aufgefallen ist ihnen, dass aus Sampa nicht nur ein fröhliches Kind geworden ist, sondern sie auch gewachsen sei und an Gewicht zugenommen habe seit ihrem Aufenthalt in Schopfheim und Lörrach.

Autor: mj