Schlagabtausch mit CDU-Promis

Hans-Jürgen Hege

Von Hans-Jürgen Hege

Di, 13. Oktober 2015

Schopfheim

Im Rahmen eines offenen Badminton-Turniers für Jedermann gab es als besondere Attraktion ein Promispiel mit Unionspolitikern.

SCHOPFHEIM. Schlagabtausch am Netz statt in der politischen Arena – lokale CDU-Politik-Größen machten am Sonntag im Rahmen eines offenen Turniers Werbung für Badminton.

"Ein Tausendsassa, unser Bürgermeister", schmunzelte ein Zuschauer auf den Rängen der Friedrich-Ebert-Halle, nachdem der sportliche Allrounder Christof Nitz als Partner des Landtagsabgeordneten Ulrich Lusche das Badminton-Doppel gegen Sparkassenchef Georg Ückert und den Bundestagsabgeordneten Armin Schuster deutlich gewonnen hatte. Das "Promispiel" war am Sonntag eines der Highlights beim offenen Badmintonturnier, das Nicole Grether, Sebastian Hübner und Heidi Malnati für den CDU-Ortsverband organisiert hatten, um – so Heidi Malnati – "losgelöst von jeder Politik einfach einmal richtig Spaß zu haben", Spaß an der Bewegung, an Spielen, bei denen lediglich gesunder sportlicher Ehrgeiz ohne jeglichen Leistungsdruck die treibende Kraft dahinter war.

Ein sportlich geprägter Tag für Jedermann also, für ganz normale Leute, die sich nicht zweimal mit dem Schläger ans Netz bitten ließen. Über 40 Teilnehmer aller Altersklassen wagten sich auf den Parcours. Eine junge Dame steckte dabei so gut wie alle in den Sack: die zwölfjährige Madeleine Singer, die bei der TSG Schopfheim in den Fußstapfen von Badminton-As Nicole Grether zu wandeln scheint und in all ihren Spielen mit Elan und Können jeden ihr zugeordneten Partner so gut wie arbeitslos machte.

Wiederholung im nächsten Jahr scheint gesichert

"Ich habe einen Mordsspaß", gab Heidi Malnati zu. Und die prächtige Stimmung in der Halle zeigte, dass sie nicht die Einzige war, die das Spiel mit dem "Federball" so offensichtlich genoss. Sebastian Hübner und Nicole Grether gehen deshalb davon aus, dass "der Badmintontag im nächsten Jahr ganz sicher wiederholt wird, und zwar ebenso bodenständig wie heute und möglichst noch einmal mit Promis zum Anfassen." Ob Armin Schuster wieder dabei sein wird, steht in den Sternen. Der Abgeordnete macht einen durchtrainierten Eindruck. Aber "Badminton", sagte er, "habe ich noch nie gespielt." Kart scheint er aber auf dem Zettel zu haben. Jedenfalls erkundigte er sich, ob Schopfheim eine Kartbahn habe oder plane. Und rannte beim Bürgermeister fast schon offene Türen ein. Denn der meinte: "Ich fahr auch Kart, wenn es sein muss!" Er ist, wie eingangs erwähnt, halt ein Tausendsassa, der frei nach Kabarettist Reinhold Fetscher "als Eventmanager im Körper eines Bürgermeisters" durch die Gezeiten wandelt.