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14. September 2017 16:25 Uhr

Zur Bundestagswahl in Schopfheim

Schon jetzt sind es 2714 Briefwähler

Immer mehr Wahlberechtigte nutzen die Möglichkeit zur Briefwahl. In Schopfheim sind es jetzt bereits 2714 Personen, bilanzierte Wahlleiter Gregor Hodapp.

  1. Federführend hat sich Gregor Hodapp um die Bundestagswahl 2017 in Schopfheim gekümmert Foto: Marlies Jung-Knoblich

In Schopfheim dürfen am 24. September 14 589 Wahlberechtigte ihre Stimmen für die Bundestagswahl abgeben, 2013 waren es 14 239. Im Vergleich zur Wahl vor vier Jahren hat die Zahl der Briefwähler(innen) enorm zugenommen, beobachtet Wahlleiter Gregor Hodapp. Waren es für die Bundestagswahl noch 1950 sind es jetzt bereits (Stand Mittwoch dieser Woche) 2714. Gregor Hodapp ist froh, genug Briefwahlunterlagen zur Verfügung zu haben.

Die Wahllokale wurden wieder auf 20 statt vorher 19 aufgestockt. In Langenau habe man wieder einen Wahlbezirk mehr eingerichtet, weil sich bei der Kommunal- und Kreistagswahl gezeigt habe, dass es dort viele Wähler(innen) gibt, was für die Auszählung sehr aufwändig sei. Beide Wahllokale sind in der Langenauer Schule. Das heißt: In der Kernstadt Schopfheim haben acht, in Fahrnau drei, in Wiechs und Langenau je zwei und in Eichen, Enkenstein, Gersbach, Kürnberg und Raitbach je ein Wahllokal von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Außerdem gebe es diesmal vier Briefwahlbezirke, zwei für Schopfheim, zwei für die Ortsteile. Die Zahlen zeigten, dass immer mehr Wählerinnen und Wähler zur Briefwahl übergehen, beobachtet Gregor Hodapp. Dieser Trend habe sich bereits bei der Landtagswahl abgezeichnet. Da seien es in Schopfheim 2531 Briefwähler(innen) gewesen. Knapp 2000 Briefwähler hätten ihre Stimmen für die bevorstehende Bundestagswahl gleich in der ersten Woche nach Verteilung der Wahlunterlagen abgegeben.

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Als Gründe sehen Gregor Hodapp und Marcus Krispin, stellvertretender Fachgruppenleiter, dass die Bundestagswahl eine hohe Medienpräsenz habe und dass es einfacher geworden sei, die Briefwahlunterlagen anzufordern und zu bekommen. "Das geht sogar bequem von zu Hause aus online", sagt Marcus Krispin. Briefwahl ist noch möglich bis Freitag, 22. September, um 18 Uhr. Jeder Briefwähler sei dafür verantwortlich, dass der rote Wahlbrief rechtzeitig bis Sonntag, 24. September, um 18 Uhr beim Wahlamt eingeht, erklärt Gregor Hodapp. In den Wahllokalen werden übrigens keine Wahlbriefe entgegen genommen.

Rund 200 Wahlhelfer(innen) sind am Wahlsonntag im Einsatz. 184 leisten Dienst in den Wahllokalen, acht seien es pro allgemeinem Wahlvorstand, sechs pro Briefwahlvorstand. Hinzu kommen zwei Personen, die sich um die EDV (Präsentation, Zusammenstellung des Wahlergebnisses) kümmern, vier erfassen die Wahlergebnisse und drei Personen sind im Stadtbüro präsent, das am Samstag von 8 bis 12 Uhr und am Sonntag, 24. September, von 8 bis 15 Uhr geöffnet hat.

Es war zwar nicht einfach, die 200 Wahlhelfer(innen) zusammen zu bekommen, doch es habe schlussendlich geklappt, sagt Hodapp. Noch schwieriger sei es diesmal gewesen, in Gersbach genügend Wahlhelfer zu finden, weil gleichzeitig Weideabtriebsfest sei, an dem viele Gersbacher eine Aufgabe haben. Froh sind Gregor Hodapp und Marcus Krispin, dass der Gemeinderat grünes Licht dafür gegeben hat, dass die Wahlhelfer für ihren Einsatz 40 Euro erhalten. "Ich danke allen sehr, die sich als Wahlhelfer(in) zur Verfügung stellen", sagt Gregor Hodapp. Alle Wahllokale sind übrigens rollstuhlgerecht zugänglich. Eine weitere Hilfe sei, dass der Stimmzettel mit einer Tasthilfe für blinde und sehbehinderte Menschen in Form eines Loches in der oberen rechten Ecke versehen sei. "Dieses wird benötigt, um den Stimmzettel korrekt in die Stimmzettelschablone des Blindenverbandes einlegen zu können", erklärt Hodapp.

Der Bundestagswahl 2017 steht aus Sicht von Wahlleiter Gregor Hodapp nichts mehr im Weg. Er rechnet damit, dass die Ergebnisse gegen 21 Uhr vorliegen. Das Wahlergebnis wird – wie gewohnt – der Öffentlichkeit im Rathaussaal präsentiert, sei aber auch auf der Homepage der Stadt (http://www.schopfheim.de ersichtlich.

Bei der Bundestagswahl 2013 lag die Wahlbeteiligung bei knapp 69 Prozent. "Die Bundestagswahl ist eine derjenigen Wahlen mit der höchsten Wahlbeteiligung", sagt Hodapp.

Gesetzlich neu sei, dass niemand im Wahlvorstand verschleiert sein dürfe; außerdem dürfe in der Wahlkabine nicht fotografiert oder gefilmt werden.

Autor: Marlies Jung-Knoblich