Schulcampus beginnt zeitverzögert

Marlies Jung-Knoblich

Von Marlies Jung-Knoblich

Do, 13. September 2018

Schopfheim

Europaweite Ausschreibung für die Haustechnik hat keine Angebote erbracht / Zweiter Versuch.

SCHOPFHEIM (mj). "Die Verträge sind unterschrieben, für die Haustechnik fehlt noch die europaweite Ausschreibung, nachdem die erste Ausschreibung keine Angebote erbracht hat", sagte Stadtplanerin Karin Heining im Gemeinderat. Die Rede war vom Großprojekt Schulcampus, das sich zeitlich um etwa ein halbes Jahr verschieben wird.

Aus den Reihen des Gemeinderats kam die Frage, was geschehen soll, wenn es erneut keine Angebote nach der europäischen Ausschreibung geben sollte. "Wenn das passiert, haben wir die Möglichkeit, freihändig zu vergeben", erklärte Bürgermeister Christof Nitz.

Andreas Kiefer (Unabhängige) hatte ausgerechnet, dass die Kosten derzeit bei 24,5 Millionen Euro liegen, ein Zuschuss von 3,7 Millionen Euro zugesichert sei. "Wie sicher sind die geschätzten Summen"? wollte er wissen. Sicher seien die Zahlen erst, wenn die Endabrechnung vorliege, erklärte Bürgermeister Christof Nitz. Mit dem Zuschuss aus dem kommunalen Sanierungsfond Schulgebäude werde die große Sanierung der Friedrich-Ebert-Schule realisiert. "Damit hatten wir gar nicht gerechnet", erinnerte Nitz an die Vorgeschichte.

Der Gemeinderat segnete in der Sitzung etliche Vergaben für das Projekt Schulcampus ab und nahm die Bauverzögerung um ein halbes Jahr nochmals zur Kenntnis.