Fürs Bürgermeisteramt in Schopfheim

Thomas Gsell wird kandidieren

Marlies Jung-Knoblich

Von Marlies Jung-Knoblich

Fr, 09. März 2018 um 13:00 Uhr

Schopfheim

Thomas Gsell (57) wird erneut fürs Bürgermeisteramt in Schopfheim kandidieren. Die SPD-Fraktion unterstützt seine Entscheidung.

SCHOPFHEIM. Auf ein Neues: Vor acht Jahren hat Thomas Gsell (57) schon einmal fürs Bürgermeisteramt kandidiert. Es hat damals zwar nicht gereicht, doch habe er mit 41,6 Prozent ein gutes Ergebnis erzielt, sagte der Schopfheimer. "Nach reiflicher Überlegung und Aufforderung anderer habe ich beschlossen, erneut für das Bürgermeisteramt zu kandidieren", sagte Thomas Gsell in einem Pressegespräch am Freitagmorgen.

Die SPD-Fraktion, für die er seit 14 Jahren im Gemeinderat vertreten ist, unterstütze seine Kandidatur, erklärte Thomas Gsell. Am Mittwoch werde man sich damit in der SPD-Mitgliederversammlung befassen. "Ich gehe als unabhängiger Kandidat ins Rennen", betonte Thomas Gsell, "denn ich habe kein SPD-Parteibuch". Ganz bewusst gehe er relativ früh mit der Bekanntgabe seiner Kandidatur an die Öffentlichkeit, denn er wolle nicht den Eindruck erwecken, dass er seine Entscheidung davon abhängig mache, ob Bürgermeister Nitz wieder antritt oder nicht. "Ich habe im übrigen ein gutes Verhältnis zu Bürgermeister Christof Nitz", sagte Thomas Gsell. Er kandidiere, weil ihm die Stadt Schopfheim sehr am Herzen liege. Mit der Kommunalpolitik sei er als Stadtrat und erster Bürgermeister-Stellvertreter seit vier Jahren bestens vertraut. Und als gebürtiger Schopfheimer kenne er natürlich viele Leute. "Schopfheim ist eine schöne und attraktive Stadt", sagt Thomas Gsell aus voller Überzeugung. Und in den 14 Jahren Tätigkeit im Gemeinderat habe er viel dazugelernt.

Die Themen der kommenden Jahre liegen für Thomas Gsell auf der Hand: Die finanzielle Situation der Stadt werde in den kommenden Jahren beschäftigen,weshalb ein ausgeglichener städtischer Haushalt ausgesprochen wichtig sei. Riesenprojekte wie der Schulcampus an der Friedrich-Ebert-Schule, das Uehlin-Areal, das derzeit bebaut wird, die Halle in Wiechs, aber auch die Wohnbebauung werden auch in den nächsten Jahren thematisch wichtig bleiben. Was die Wohnbebauung angeht "sind die Ressourcen endlich", sagte Thomas Gsell. Für ihn spiele der soziale Wohnungsbau zudem eine große Rolle. Ganz oben auf seiner Agenda stehe aber auch das Thema Verkehrsberuhigung, erklärte Thomas Gsell. Dies seien aber lediglich Stichworte, verdeutlichte Gsell. Es gebe noch viele andere Themen, – Schulen, Kindergärten, um nur zwei zu nennen – die in der Stadt bewegen.

Thomas Gsell ist sich darüber im Klaren, dass Bürgermeister ein "Fulltime-Job" mit vielen Sitzungen und Terminen ist, der auch abends nicht aufhört. Er habe aber bislang keinen Bürgermeister getroffen, der seine Berufswahl bereut habe, erklärte Thomas Gsell. Zu diesem Beruf gehöre auch, mit Kritik leben zu können. Froh ist Thomas Gsell, dass seine Familie hinter seiner Entscheidung steht, er zudem Unterstützung und Fürsprache von außen für seinen Entschluss erfahre. Das habe ihn zur Kandidatur ermutigt. Thomas Gsell ist verheiratet und hat zwei inzwischen erwachsene Kinder. Von Beruf ist er Polizeihauptkommissar und er hat eine Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt. Bei der Polizei ist er stellvertretender Personalratsvorsitzender mit einem Büro im Polizeipräsidium Freiburg.

Info: Vermutlich findet die Bürgermeisterwahl am 7. Oktober statt. Noch gibt es dazu keinen Gemeinderatsbeschluss.