Uganda-Mädchen auf Tour

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 29. April 2013

Schopfheim

Kulturgruppe aus dem Projekt Rainbow House of Hope vermittelt künstlerisch Botschaften.

SCHOPFHEIM (BZ). Am Donnerstag, 2. Mai, landen sieben Jugendliche aus Uganda zum ersten Mal in ihrem Leben in Deutschland. Sie machen alle im "Rainbow House of Hope Uganda" mit. Sie sind zwischen 12 und 21 Jahren alt und werden zweieinhalb Monate auf Tournee gehen: mit ihrem Tanz-, Musik- und Theaterstück "Mirembe – eine Dorfschönheit". Im Gepäck haben sie außerdem Tanz- und Musikworkshops für Jugendliche.

Begleitet werden die jungen Leute von ihrem Theaterlehrer Geresom Mugambwa Mayanja, der mit ihnen im letzten Jahr dieses Theaterstück erarbeitet hat, und der mit Europa vertraut ist. Auch Micheal Mwase, der Projektleiter, wird ab und zu die Jugendlichgen treffen. Bevor alle im Juni auf Einladung des Vereins Rainbow House of Hope Uganda für eine Woche nach Schopfheim kommen, werden sie mit dem Kleinbus schon sechs Wochen unterwegs gewesen sein, in Slowenien, Österreich, und ab 2. Juni in Deutschland.

Der Schopfheimer Verein Rainbow House ist seit 2006 eine wichtige entwicklungspolitische Instanz im Raum Schopfheim und hat Mitglieder in ganz Deutschland. Die Aktivitäten im Projekt in Uganda, das Jugendlichen durch Bildung und Talentförderung bessere Lebenschancen ermöglichen will, werden immer vielfältiger: Einer der festen Pfeiler ist der Schulgeldfond, der Kindern den Schulbesuch ermöglichen soll.

Daneben gibt es die bewährte Brass Band, vergrößert durch aus Schopfheim gelieferte Instrumente, des Weiteren eine Akrobatengruppe, Sportaktivitäten wie Fußball und Badminton. Inzwischen gibt es auch ein Mädchenprojekt, das das Erlernen traditioneller Instrumente und politisch sensibilisierendes Theater beinhaltet.

Ein Teil dieser Gruppe kommt im Rahmen der sogenannten Kinderkulturkarawane nach Deutschland. Ihr Stück, das sie selbst erarbeitet haben, handelt von Zwangsverheiratung und der Solidarität der Mädchen. Es bietet Gesang, chorisch gesprochene Texte, Tanz, moderne und traditionelle Elemente. Sie stellen ihre künstlerischen Produktionen in Schulen, Jugend- und Kulturzentren, Theatern, Festivals oder bei anderen Kulturereignissen vor, geben Workshops und erzählen so über sich und ihr Leben, ihre Ängste, Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft. Die jungen Künstlerinnen und Künstler stammen aus sehr randständigen Verhältnissen: als Straßenkinder, Kinderarbeiter, Kriegs- und AIDS-Waisen, Flüchtlinge und haben in ihren Projekten über kulturelle Arbeit Würde und Selbstbewusstsein zurückgewonnen und neue Perspektiven entwickeln können. So lernen Kinder und Jugendliche hier in Europa Gleichaltrige aus anderen Kulturen kennen, mit denen es viele Gemeinsamkeiten zu entdecken gibt.

Aufführungen in der Waldorfschule Schopfheim am Sonntag, 23. Juni, 11.15 Uhr. Dienstag, 25. Juni: Workshop um 15.30 Uhr. Am 26 Juni Aufführung um 14 Uhr.

Mehr Informationen unter http://www.rainbowhouse.info