Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

23. Juni 2010

Zwei Bilder sollen versteigert werden

Der Hobbykünstler Uwe Wolf aus Schopfheim möchte dem indischen Mädchen Sampa helfen.

  1. Zwei Bilder von Hobbykünstler Uwe Wof (Mitte) werden beim Kaffeefest am Sonntag in Langenau versteigert, um dem indischen Mädchen Sampa zu helfen. Darüber freuen sich Dr. Günter Zabel (links) und Helfried Heidler vom Dikome-Verein (rechts). Foto: Marlies Jung-Knoblich

SCHOPFHEIM (mj). Als der Hobbykünstler Uwe Wolf aus Schopfheim vom Schicksal des zehnjährigen indischen Mädchens Sampa erfuhr, deren schwerste Verbrennungen im Lörracher Elisabethenkrankenhaus operiert werden sollen, hatte er die spontane Idee, irgendwie zu helfen. Er steuert zwei Bilder bei, die während des Kaffeefestes des Vereins Dikome-Kamerun am Sonntag gegen 13 Uhr versteigert werden sollen. Darüber freute sich Helfried Heidler, Vorsitzender des Dikome-Vereins, sehr. Wie berichtet, spendet der Dikome-Verein den Erlös aus dem Kaffeefest für die nötigen Operationen des indischen Mädchens.

"Das ist eine erfreuliche Überraschung," sagte auch Dr. Günter Zabel, der während eines Interplast-Einsatzes in Kalkutta auf das Mädchen aufmerksam wurde, aber nicht viel für das Kind tun konnte, weil mehr Zeit nötig gewesen wäre, um mehrere Operationen zu tätigen. Die Zehnjährige hat bei einem Sturz ins Feuer Verbrennungen dritten Grades erlitten, die es ihr fast unmöglich machen, sich zu bewegen. Derzeit sei das Kind im Krankenhaus von Haura bei Kalkutta, wo sie bis zur Abreise, die für die zweite Juli-Hälfte geplant sei, gepflegt werde, erzählte Zabel. Außerdem lerne Sampa ein wenig englisch, um sich verständlich machen zu können. Sampa wird mit ihrem Vater nach Deutschland kommen. Die Lufthansa-Stewardess Ute Sparenberg sei ganz wichtig, weil sie den persönlichen Kontakt zu der Familie halte. Günter Zabel freute sich auch, dass es bereits Angebote von Gastfamilien gebe, die Tochter und Vater aufnehmen würden. Die Operationen werde das Interplast-Team übernehmen. Die Behandlung werde etwa ein halbes Jahr dauern, davon drei bis vier Monate in Lörrach. Ute Sparenberg habe sich auch um einen Reha-Platz für das Kind in Bad Piermont gekümmert. "Dieses Beispiel zeigt, dass wir hier gesundheitlich bestens ausgestattet sind," sagte Helfried Heidler. Auf Spenden sei diese Aktion ganz dringend angewiesen. Er hoffe auf großen Erfolg, auch bei der Versteigerung der Bilder von Uwe Wolf. Dessen Kontakt zum Dikome-Verein stellte Annette Dahlmann (Kanal Ratte) her.

Werbung


Vor zwölf Jahren kam Uwe Wolf aus der ehemaligen DDR zunächst nach Hildesheim. Dort begann er mit dem Malen. Er bediene sich der verschiedensten Materialien, in der Mehrzahl aber sei es Acryl auf Leinwand, erzählte der Hobbykünstler. Motivisch habe er sich keine Grenzen gesetzt, gern greife er aber Szenen aus dem normalen Leben auf. Er habe große Achtung und Respekt vor dem Einsatz, den das Interplast-Team um Dr. Günter Zabel leiste, sagte Wolf. Aber auch für all diejenigen, die sich um das Schicksal des Mädchens kümmerten. Gern trage auch er ein Scherflein dazu bei.

Es sei Zufall, dass es sich um ein indisches Mädchen handele, es hätte genauso gut aus Kamerun kommen können, erklärte Günter Zabel. Für Interplast sei er inzwischen zehn Mal in Manjemen gewesen, eine Aufgabe, die jetzt Dr. Rudolph übernommen habe.

Spendenkonto: Sparkasse Schopfheim-Zell, Konto-Nr. 3197779, Bankleitzahl: 683 515 57 Stichwort "Hilfe für Sampa"; Spender werden gebeten, ihren Namen und die Anschrift anzugeben, damit eine Spendenquittung ausgestellt werden kann.

Autor: mj