Zisch-Schreibwettbewerb Frühjahr 2018 II

Taschenklau im Hotel

Do, 28. Juni 2018 um 13:59 Uhr

Schreibwettbewerb

Von Julia Gräßlin, Klasse 3/4 a, Freie Evangelische Schule, Lörrach

An jenem Tag, an dem die Sonne schien, kam Barbara aufgeregt mit einem Brief in der Hand ins Haus gestürmt. Ihre Mutter und ihre drei Geschwister sahen neugierig zu, wie Barbara den Brief auspackte. Vielleicht habt ihr es schon mal erlebt, dass ihr so neugierig seid, dass es euch fast den Kopf zerreißt. Und genau so ging es Alexander, Maximilian und Elise. Nun endlich rückte Barbara raus mit der Sprache: "Es war vor drei Wochen, da hab ich doch am Gewinnspiel für "Schlaue Köpfe" mitgemacht, und jetzt habe ich eine Reise ans Meer gewonnen! Allerdings nur für vier Personen, Mami … Aber der Strand dort soll super sein! Und das Meer erst …" Barbara konnte nicht mehr aufhören, davon zu schwärmen! Sie bekamen die Erlaubnis von ihren Eltern und schon am gleichen Tag wurden die Sachen gepackt.

Am nächsten Morgen ging es für die vier Geschwister auch schon los. "Es ist ein komisches Gefühl, zum ersten Mal zu fliegen", sagte Barbara zu ihrer Mutter. "Ich bin so aufgeregt!" Für die drei anderen war das allerdings nichts Neues, denn Barbara war die jüngste der Partie und noch nie geflogen. Sie fuhren im Sonnenaufgang zum Flughafen. Als sie da waren, luden sie ihr Gepäck ab und gingen einchecken. Zwei Stunden später saßen alle vier auch schon im Flugzeug. Dann ging es endlich los. Vier Stunden vergingen und das Flugzeug machte sich landebereit.

Im Hotel "Aquaristin" wurden sie sehr freundlich begrüßt: "Ah, da sind ja meine Gewinner!", sagte plötzlich ein Mann im grünen Anzug. "Willkommen auf Sparkos-City!" Das wird womöglich der Chef sein, dachte Elise. Von dem Mann wurden sie dann in ihr Zimmer gebracht, das eines der Extraluxussuiten war! Den vier Kindern blieb der Mund offen stehen, denn das Zimmer hatte auf dem Balkon einen riesen Swimmingpool und im Zimmer gab es eine riesen Bar mit 1000 Getränken. Und die Betten erst, das waren Himmelbetten, die mit Gold und Silber verziert waren. Und der Vorhang war aus purer Seide, die im Licht schimmerte.

Die Geschwister holten ihre Koffer ab und gingen wieder auf ihr Zimmer. Der Mann war inzwischen wieder gegangen, hatte aber vier Cocktails da gelassen. "Ist womöglich das Willkommensgeschenk", sagte Alexander. Maximilian packte inzwischen seine Sachen aus. Dabei waren: ein Handtuch, eine nagelneue Sony-Kamera, Badelatschen, Klamotten und drei Badehosen. Bei Alexander sah es nicht anders aus, nur dass er noch eine CD dabei hatte, die hieß "Flucht in die Hölle". Es war ein sehr spannender Krimi. Dabei ging es um fünf Freunde, die ein Gaunerpack verfolgen … Barbara und Elise teilten sich einen Koffer. Elise hatte ein Buch mitgebracht, das hieß "Auflauern in der Vollmondnacht".

Nun gingen sie das Hotel erkunden. Da gab es eine Bowlingbahn, einen Billardtisch, einen Tischkicker und sogar ein kleines Casino. Sie beschlossen, an den Strand zu gehen und ein bisschen zu baden.

Am Strand angekommen schrie plötzlich jemand fürchterlich auf: "Ich wurde bestohlen! Hilfe, Hiiiiillllfffeeee!" Die vier rannten sofort zu der Frau, die so fürchterlich geschrien hatte. "Meine gesamte Tasche mit allem Drum und Dran wurde gestohlen!", berichtete die Frau schluchzend. "Wir müssen etwas unternehmen!", sagte Elise mit ernster Miene. "Eins, zwei, drei, vier – das schaffen wir! Also beginnt ein neuer Fall für die wilden Spürnasen!"

"Als Erstes müssen wir den Tatort absuchen. Nach irgendwelchen Spuren", sagte Alexander, der Bandenchef und damit auch der älteste der vier. "Wir teilen uns am besten in zwei Gruppen ein. Max (Maximilian), du mit Eli (Elise) und ich mit Baby (Barbara)! Findet jemand irgendetwas, dann pfeift er drei Mal, okay? Haben alle verstanden? Gut, dann geht’s los!"

Nach einer guten halben Stunde pfiff Elise plötzlich drei Mal ganz laut. Schnell kamen alle herbeigeeilt und schauten sich den Fund an. Es war eine Strumpfmaske. Plötzlich sagte Maximilian laut: "Wir haben ganz vergessen, die Frau zu fragen, wie der Täter aussah!", also fragten sie nach. "Der Mann hatte eine Strumpfmaske auf, war komplett schwarz gekleidet und war vielleicht nur 1,70 Meter groß. Schuhgröße war ungefähr 40 …". "Danke für die Auskunft!", sagte Alexander. Jetzt war es schon 20 Uhr und die vier gingen Abendessen und danach gingen sie schlafen.

Alexander wachte plötzlich in der Nacht auf und sah an der Wand des Flurs – sie hatten die Zimmertür offen gelassen – einen Schatten. Schnell weckte er seine Geschwister auf und erzählte ihnen kurzgefasst alles: "Ich bin aufgewacht und habe einen Schatten im Flur gesehen. Dann habe ich euch geweckt … Los, ich erkläre euch meinen Plan. Also, wir holen uns aus der Besenkammer zwei Besen. Dann hab ich da auch ein altes Fischernetz gesehen! Max und Eli, ihr nehmt die zwei Besen und bringt den Dieb zum Stolpern und dann werfen ich und Baby das Netz über ihn! Tja und schon sitzt er in der Falle! Also los!"

Sie machten alles wie geplant und der Fisch saß schon bald im Netz! Aber denjenigen, den sie sahen, kannten sie nicht, aber irgendwie hatte er Ähnlichkeit mit dem Chef … Fünf Minuten später stand der Chef auch schon vor ihnen. "Wissen sie, wer das ist?", fragte Barbara. "Ja, das ist mein großer Bruder William. Tja, dann ist das wohl der Dieb … Aber William, wieso?", fragte der Chef erstaunt. "Weil du, kleiner Bruder, das Hotel mit dem ganzen Geld von unseren Eltern geerbt hast und ich nur eine öde kleine Wirtschaft! Das wollte ich dir heimzahlen, Willi! Aber eigentlich tut es mir leid, Bruderherz …", antwortete sein Bruder. "Verstehe …", sagte Willi, der Chef. "Lass uns doch zusammenarbeiten, okay? Und nun gib der jungen Dame ihr Geld und die Tasche wieder zurück."

Damit war der Fall gelöst und wieder einmal gut ausgegangen und die vier genossen nun noch die restlichen vier Tage!