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06. Februar 2009
Schüler werden Sanitäter
Ein Jahr lang erlernt die 7. Klasse der Abt-Steyrer-Schule in einem Kooperationsprojekt Erste Hilfe.
ST. PETER. Wenn 19 Schüler sich gegenseitig Druckverbände anlegen, ist das noch lange kein Notfall – zumindest nicht an der Abt-Steyrer-Schule St. Peter. Sind sie doch die künftigen Schulsanitäter, dank eines Kooperationsprojekts von Badischem Gemeinde-Versicherungs-Verband und Malteser Hilfsdienst, Diözese Freiburg.
St. Peters Grund-, Haupt- und Werkrealschule ist eine von insgesamt acht ausgewählten Schulen, die diese Ausbildung kostenlos erhalten. Bei ihr als Pilotprojekt werden diese Kenntnisse innerhalb des regulären Unterrichts vermittelt werden, "der gesamten siebten Klasse, ihren Lehrern und Klassenlehrer Timo Engelhard", wie Malteser Geschäftsführer Markus Bensmann erklärte."Die in den Unterricht integrierte Ausbildung ist ein Modell, das von den Hilfsorganisationen bundesweit gefördert wird", erklärte Rüdiger Wittmer, Direktionsbevollmächtigter des Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verbandes, BGV. "Als Unterrichtsform zeugt sie von sehr großem Engagement und wir sind überzeugt, dass hierdurch soziale Werte und der Zusammenhalt der Schüler intensiv gefördert werden." Die große Entfernung des Schulweges vieler aus St. Märgen stammender Hauptschüler bis hinein in die Glashütte, begründete diese Entscheidung der Schulleitung.
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Enrico Saam vom Malteser Hilfsdienstdienst Freiburg leitet die 90 Stunden umfassende Ausbildung, aufgesplittet in wöchentlich einmal zwei Stunden, es ist ein Teil seines Zivildienstes. "Man kann sie sich als erweiterten Erste-Hilfe-Kurs mit Schwerpunkt Schulverletzungen (Fächer Chemie und Sport) vorstellen", sagt er. Und er weiß, je interessanter er gestaltet, desto besser bleiben theoretisches und praktisches Wissen unter ständigen Wiederholungen haften. "Die Schülerinnen und Schüler wissen viel, machen sehr interessiert mit und wir haben alle Spaß an der Sache", lautet sein bisheriges Resumé.
Davon überzeugten die praktischen Einblicke beim Thema Druckverband anbringen; "Druckverband wann, wo und warum anbringen?", fragte er bei den Mädchen und Jungen nach, bevor Gummihandschuhe als Eigenschutz und entsprechendes Verbandsmaterial zum Einsatz gelangten.
Da staunten die Zuschauer aus Sponsorenkreis, Christoph Lippay und Markus Bensmann (Malteserhilfsdienst), Rüdiger Wittmer und Gerald Lauby (BGV), St. Peters Bürgermeister Rudolf Schuler, Elternvertreterin Gertrud Maurer, Rektorin Theresia Respondek und Klassenlehrer Timo Engelhard nicht schlecht.
Gertrud Maurer freute sich ihrerseits, dass alle Eltern am Elternabend das Projekt befürworteten. Und sie versprach den Siebtklässlern eine Überraschung für ihre gute Aktion.
Unterstützung des Projektes mit Material wie auch ideell, ist Part der Gemeinde. So zeigte sich auch St. Peters Bürgermeister Rudolf Schuler begeistert über einen Unterricht, der durch wertvolle Hilfeleistung das Selbstbewusstsein der Schüler fördere, die Lehrer in ihren Aufgaben entlaste und den Zusammenhalt festige.
Autor: Monika Rombach
