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02. Februar 2012

0,2 Prozent Zins für Kredit

Gemeinderat verabschiedet Haushalt und beschließt Pelletheizung für Schule und Halle.

SCHUTTERTAL. Das Ziel, die Deckungslücke im Vermögenshaushalt möglichst ohne Kreditaufnahme auszugleichen, lässt sich wohl nicht erreichen. Nachdem der Gemeinderat in der Sitzung am Dienstag beschlossen hat, für Schule und Halle im Ortsteil Schuttertal ein Pelletheizung zu bauen. Die Kosten von 212 000 Euro sollen sich zwar reduzieren, da die Gemeinde auf den Einbau eines Ölbrenners für die Spitzenlast verzichtet. Die Deckungslücke und damit der Kreditbedarf im Haushalt steigt dennoch mit diesem Projekt auf 325 000 Euro.

Mit der Aufnahme des Projekts "Heizung Schule/Halle" hat der Haushalt der gemeinde Schuttertal für das laufende Jahr nun ein Volumen von 6,65 Millionen Euro, davon 5,30 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 1,35 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. Eine Kreditaufnahme ist bis zu einem Betrag von 325000 Euro möglich. Ein Kredit über 180 000 Euro für die Heizungsanlage hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu einem Zinssatz von 0,2 Prozent angeboten.

Im Vermögenshaushalt sind zwei Projekte, eine neue Bestuhlung für die Halle im Ortsteil Schuttertal und neue Fenster für das alte Schulgebäude im Ortsteil Dörlinbach, mit einem Volumen von 75 000 Euro mit einem Sperrvermerk versehen. Um den Vermögenshaushalt auszugleichen, ist die Rücklagenentnahme um 100 000 auf 500 000 Euro erhöht worden. Um den Verwaltungshaushalt auszugleichen, müssen ihm 27 800 Euro aus dem Vermögenshaushalt zugeführt werden.

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Bevor der Gemeinderat das Zahlenwerk einstimmig verabschiedete, hat er auf die Nahwärmeversorgung einen Knopf gemacht. Die Schule und die Halle im Ortsteil Schuttertal werden künftig mit Pellets beheizt. Aufgegeben wurden die Pläne einer Nahwärmeversorgung mit einem Contractor, neben diesen beiden Gebäuden auf das Rathaus, kirchliche und private Gebäude mit Wärme zu versorgen. Ein Contractor-Modell, das heißt ein Investor baut und betreibt die Heizungsanlage und verkauft die Wärme, scheidet für die jetzige kleine Lösung deshalb aus, weil das Volumen zu gering ist. Das Modell, die Anlage über einen Eigenbetrieb zu bauen, lohnt sich nach den Erläuterungen der Kämmerin Ursula Gruninger nicht, weil ein Vorsteuerabzug nur anteilig für die Halle möglich wäre. Deshalb wird das Projekt jetzt über den Gemeindehaushalt finanziert.

Verwaltung und Gemeinde sprachen sich dafür aus, auf den von der Vertec GmbH empfohlenen Spitzenlastkessel, der mit Öl beheizt werden sollte, zu verzichten. Dadurch erwarten sie auf der einen Seite eine Reduzierung der auf 212000 Euro veranschlagten Kosten. Andererseits rechnen sie mit 22 000 anstatt 17 000 Euro aus dem Klimaschutzprogramm, weil wegen des Verzichts auf den Ölkessel mehr CO2 gespart wird, und die CO2- Einsparung Bemessungsgrundlage für die Zuschüsse sind.

Der Gemeinderat beschloss außerdem einstimmig, die neue Heizungsanlage für das Rathaus zurückzustellen und erst einmal abzuwarten, was die Dämmung und die neuen Fenster an Einsparung beim Öl bringen. Zudem hält sich die Gemeinde damit die Option offen, gemeinsam mit der Pfarrgemeinde eine Lösung zu finden, die sich mit der Frage einer neuen Heizung für Pfarrhaus, Pfarrsaal und Kindergarten beschäftigt.

Schließlich folgte der Gemeinderat der Empfehlung der Vertec GmbH, im Ortsteil Schweighausen die Wärmeversorgung der öffentlichen Gebäude beim Bau der neuen Ortsmitte anzugehen. Mit einer Hackschnitzelheizung sollen neben den zu bauenden Gemeinschaftshaus und Feuerwehrhaus auch Schule und Bergdorfhalle mit Wärme versorgt werden.

GESAGT

"Das geht in Richtung Wulff, ist aber zweifellos legal."

Bürgermeister Carsten Gabbert zum Kreditangebot der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einem Zinssatz von 0,2 Prozent.  

Autor: tw

Autor: Theo Weber