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30. Januar 2012
Alte wie Junge sollen sich wohlfühlen
Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Schuttertal zieht Bürgermeister Carsten Gabbert Bilanz und blickt in die Zukunft.
SCHUTTERTAL. Die Nachricht ist alles andere als eine Überraschung gewesen. Zum Abschluss des Jahresempfangs gestern in der Bergdorfhalle in Schweighausen teilte Carsten Gabbert mit, dass er bei der Bürgermeisterwahl im April erneut antritt (siehe Bericht auf dieser Seite). Zuvor hat der Bürgermeister der nach eigenen Worten "großen Versuchung" widerstanden, angesichts des an Ereignissen reichen Jahrs 2012 einen ausführlichen Rückblick zu geben. Stattdessen hat er das Bild einer intakten, lebendigen Gemeinde gezeichnet, in der vieles in Bewegung ist.
Nicht ganz so turbulent, aber doch mit der einen oder anderen Überraschung verlief das vergangene Jahr in Schuttertal nach den Worten des Bürgermeisters. Unschön gewesen seien die Mehrkosten für die Grundschulsanierung im Ortsteil Schuttertal gewesen. Unschön auch, dass die Nahwärmeversorgung im Ortsteil Schuttertal gestoppt und neu gestartet werden musste.Weitaus zahlreicher waren indes die schönen Dinge, die Carsten Gabbert aufzählte. Einiges sei in der Naherholung und der Heimatpflege gelaufen. Einige "Gerhard-Finkbeiner-Projekte", wie die die Tafeln am Odoscher Platz und an den historischen Gebäuden, seien abgeschlossen, das Gerhard-Finkbeiner-Archiv in Dörlinbach sei fertig. Die Außenanlage der Prinschbachhütte sei neu gestaltet, die Pit-Pat-Anlage gebaut worden. Die Seelsorgeeinheit sei gut angelaufen. Sie funktioniere und biete neue Chancen, sagte er in Richtung von Dekan Markus Erhart, den er neben der Grünen-Landtagsabgeordneten Sandra Boser, Seelbachs Bürgermeister Thomas Schäfer und seinem Vorgänger Bernhard Himmelsbach besonders begrüßte. Als Denkanstoß und als Aufforderung, sie auf das Machbare hin zu überprüfen, bezeichnete er die Vision von Lahrs Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller, das Bähnle wieder einzurichten.
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Erfreut registrierte der Bürgermeister, dass sich der Tourismus auf einem hohen Niveau stabilisiert habe. Der Anteil der privaten Zimmervermieter an den Übernachtungen sei auf 43 Prozent gestiegen, Ferien auf dem Bauernhof habe die Übernachtungszahl auf 10 000 verdoppelt. Überleitend zum Ausblick, rief er dazu auf aufzupassen, um in der Dynamik zu bleiben und den Abschluss nicht zu verlieren. Die Wärmeversorgung Schuttertal und den Ausbau des Kiensteinwegs nannte er als zwei Projekte, die im laufenden Jahr umgesetzt werden sollen. Für die neue Ortsmitte Schweighausen werden die Zuschussanträge gestellt. Gabbert ist optimistisch in Sachen Finanzierung und geht davon aus, dass Mitte 2013 die Arbeiten an dem Großprojekt beginnen können. Im Bereich erneuerbare Energien sollen in Zusammenarbeit mit den Bürgern Standorte für Windkraftanlagen festgelegt werden. "In fünf Jahren wird auf unserer Gemarkung ein Vielfaches des Stroms produziert, den wir in Schuttertal verbrauchen", lautete die Prognose des Bürgermeisters.
Als ein beherrschendes Thema der nächsten Jahre bezeichnete Gabbert den demographischen Wandel. In seiner Meinung, dass bisher die Chancen des ländlichen Raums eher einseitig beurteilt worden sind, sieht er sich durch die Studie der Bertelsmann-Stiftung bestätigt, die in ihre Untersuchungen auch Kompetenzfelder aus dem außerschulischen Bereich einbezogen hat. Auf Jugend, junge Familien und ältere Menschen müsse die Gemeinde, die in diesem Bereich bereits tätig ist, ihr besonderes Augenmerk richten. Ziel müsse sein, dass sich alle in der Gemeinde Schuttertal wohlfühlen.
Die Bürger lud Gabbert zum Abschluss des von der Musikkapelle Schweighausen umrahmten Jahresempfangs ein, diese und alle anderen Entwicklungen in der Gemeinde zu begleiten.
Ein ausführlicher Bericht über die Ehrungen (siere Infobox) folgt.
Ehrungen
Beim Jahresempfang der Gemeinde Schuttertal wurde eine Reihe von Bürgern für besondere Leistungen in den Bereichen Sport und Kultur geehrt.
Landesehrennadel: Adolf Göppert Ehrennadel des Gemeindetags: Gisela Himmelsbach, Damian Göppert, Eugen Göppert, Klaus Winterer
Sport- und Kulturmedaille in Gold: Greta Pabst, Stefan Eble (beide Schuttertal), Pierre Göppert (Schweighausen)
Sport- und Kulturmedaille in Silber: Jürgen Singler, Kim Hansmann (beide Dörlinbach); Anna-Lena Faißt, Charlotte Meier, Mathilda Meier, Vinzent Meier, Maria Meier, Sarina Jilg, Ralph Moser, Dominik Fehrenbacher, Pascal Fehrenbacher,Luan Lauer, Vanessa Meßner, Tanzgruppe "SteppingSisters", 1. Herrenmannschaft des TTC Seelbach-Schuttertal (alle Schuttertal); Lucas Bader, Katharina Zehnle, SGS-Herrenmannschaft, Thomas Zehnle, Stefanie Haas (alle Schweighausen)
Sonstige Ehrungen: Veronika Ehret, Otto Himmelsbach.
Autor: tw
Autor: Theo Weber


