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01. August 2016

Am Eichberg fliegen die Holzspäne

38. Internationale Schwarzwälder Holzfällermeisterschaften mit weiblicher Note / Tagesgesamtsieger wurde Markus Vögele.

  1. Bei den Holzfällermeisterschaften heißt es zupacken. Aber zu Kraft muss auch Perfektion kommen. Foto: heidi fössel

  2. Danny Mahr, auf Platz 2 im Eurojack. Foto: Heidi Foessel

  3. Robert und Markus Vögele in Aktion. Foto: Heidi Foessel

  4. Fast ungläubiges Staunen über die Sägekunst. Foto: Heidi Foessel

SCHUTTERTAL. Die internationalen Schwarzwälder Holzfällermeisterschaften sind Sportereignis und Volksfest zugleich. Zwar gibt es kein Kirmesareal mit Riesenrad am Eichberg, dafür aber hat eine Firma einen Hebekran mit Kabine zur Verfügung gestellt, damit man einmal das Schuttertal aus der Perspektive eines roten Milans betrachten kann.

Aus 70 Meter Höhe sieht das Getümmel am Eichberg dann etwas anders aus: Am Boden sieht man die Wettkämpfer auf Hummelgröße verkleinert, wie sie Stämme mit der Axt durchtrennen oder aber mit ihren Motorsägen feine Scheiben aus einem Baumstamm sägen. Der ewige Brummton macht die Szene perfekt.

46 Wettkämpfer sind diesmal angetreten. "Das sind merklich mehr als im vergangenen Jahr", sagt Parcoursleiter Alfred Fehrenbacher, da brennt die Sonne noch bei 30 Grad vom Himmel. Nur zehn werden beim Finale am Sonntag dabei sein können, zusätzlich zu den zehn besten aus den vergangenen Qualifikationen des Eurojack, die bereits im April und Juni in Österreich und Tschechien stattgefunden haben. Angetreten sind Zimmerleute, Landschaftsgärtner, Forst- und Landwirte aus Frankreich, Tschechien, der Schweiz, Österreich und Deutschland. Darunter auch einige Frauen. "Sie wollen zusammen mit den Männern antreten, werden aber getrennt gewertet", erklärt Fehrenbacher. Axtschwingende Frauen scheinen auch die Medien anzuziehen. Kamerateams beäugen akribisch die Mühen der Belgierin Julie Van der Brande, die auf ein Holzstammstück einhackt und sich nicht davon irritieren lässt, dass einer der Herren neben ihr bereits nach etwa 27 Sekunden den Riesenprügel entzweit hat.

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Beim Einhacken auf das Stammstück stehen die Kandidaten breitbeinig auf dem Holz. "Es geht hier nicht nur um pure Kraft, sondern auch um Präzision und Gleichgewicht", erklärt Marc Tussin, elsässischer Mitmoderator des Wettkampfs. Nach etwas mehr als einer Minute ist auch Julies Baumstammstück durchtrennt. Frauenpower, die Potenzial nach oben hat. Insgesamt fünf Disziplinen müssen die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer am Samstag zur Qualifikation durchlaufen, die erst spät abends endet.

Beim gestrigen Finale lieferten sich zunächst Lokalmatador Markus Vögele und der Österreicher Armin Kugler ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz der Tageswertung. Doch Markus entschied diesen Wettkampf für sich. Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer machten sich bezahlt. In der europäischen Gesamtwertung des Eurojacks hat sich Markus Vögele einen verdienten vierten Platz erkämpft.

die ergebnisse

Tagesgesamtsieger, erste acht Plätze: 1. Markus Vögele, 2. Armin Kugler (AT), 3. Severin Bühler (CH), 4.Christophe Geissler (CH), 5. Danny Mahr (DE), 6. Cyril Pabst (CH), 7. Josef Laier (AT), 8. Pirmin Gnädinger (CH); weitere Schuttertäler: 10. Simon Himmelsbach, 13. Robert Vögele, 17. Anton Vögele.

Eurojack Gesamtwertung (Europameisterschaft): 1. Armin Kugler (AT), 2. Danny Mahr (DE), 3. Cyril Pabst (CH), 4. Markus Vögele (Schuttertal) 5. Pirmin Gnädiger (CH)  

Autor: bets

Autor: Babette Staiger