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18. April 2016

Der Spaß am Ringen soll bewusst gefördert werden

Beim Ringersportverein Schuttertal ist alles im Lot.

SCHUTTERTAL. Solide Kassenlage, super Erfolge im Sport, keine Nachwuchssorgen: der Ringersportverein Schuttertal hat gute Gründe, positiv in die Zukunft zu blicken. Die Bilanz bei der Generalversammlung fiel sehr gut aus, weshalb die Mitglieder der Vereinsführung ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Lediglich Schriftführerin Monika Kern wollte nach 16 Jahren im Amt den Stift niederlegen.

"Eine sensationelle Jugendarbeit, tolle sportliche Ergebnisse und eine solide Ausgabenpolitik" bescheinigte Carsten Gabbert den Ringern in Schuttertal. Mit den Holzfällermeisterschaften seien sie zudem ein Aushängeschild der Gemeinde. Der Bürgermeister lobte die Arbeit der Funktionäre und dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern, die den Ringersportverein zu einer wichtigen Stütze in der Gemeinde machen – auch beim Ferienprogramm im Ort.

Die Ringer brauchen einen Anbau an die Halle

Der Antrag auf einen Anbau an der Halle zur Unterbringung der Gerätschaften des Ringersportvereins werde im Gemeinderat beraten. Mit einem zwinkernden Auge in Richtung Klaus-Peter Obert fragte der Bürgermeister, ob bei der Kassenlage überhaupt ein Zuschuss der Gemeinde notwendig sei. Obert hatte den Antrag in seinem Bericht erwähnt: "Räumlich platzen wir aus allen Nähten", so Obert.

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Der Vorsitzende sprach aber auch davon, dass der RSV in der Jugendarbeit neue Wege beschreitet, um die Kämpfe sportlich auf Augenhöhe austragen zu können. Es werde eine Trainings- und Punkterunde ohne Auf- und Abstieg ausgetragen, damit nicht nur gut ausgebildete und gut trainierte Kinder auf die Matte kommen, und nicht die stärkeren gegen die schwächeren Athleten antreten müssen, sondern damit gleich starke Athleten gegeneinander antreten können. "Spaß am Sport des Ringens" will der RSV nach Ansage seines Vorsitzenden fördern. Klaus-Peter Obert berichtete von bis zu 30 Kindern, die beim RSV trainieren. "Wir investieren viel in die Jugendarbeit, um später keine fremden Ringer verpflichten zu müssen."

Der RSV-Vorsitzende blickte auf die sportlichen Erfolge, die sich sehen lassen können und berichtete vom neuen Trainer Stefan Krämer (früher Landestrainer), der nach 13 Jahren auf Franz Oehler als Cheftrainer folgte. "Franz bleibt uns als Betreuer weiterhin erhalten", sagte Obert. Bei den anschließenden Wahlen wurde der ehemalige Trainer auch als Pressewart verpflichtet. Schriftführerin Monika Kern sprach von einem regen Vereinsleben nicht nur auf sportlicher, sondern auch auf geselliger Ebene. Dass dies auch vereinsübergreifend stattfindet, war der Aufzählung von der Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen zu entnehmen. Dass die Ringer auch in anderen Sportarten sehr erfolgreich waren, zeigte die Bilanz der sportlichen Erfolge, die eben nicht nur auf der Matte erzielt wurden. Hier allerdings berichtete Sportwart von ausgezeichneten Erfolgen. So berichtete Thomas Stöhr nicht nur von der Vizemeisterschaft der zweiten Herrenmannschaft auf Kreisligaebene, dem Klassenerhalt der ersten Herrenmannschaft in der vergangenen Verbandsrunde in der Oberliga, sondern auch, dass die Ringer nicht nur auf Bezirks- oder Südbadischen Meisterschaften die Meistertitel ins Schuttertal brachten. Mit Luan Lauer und Luca Munz hat der RSV nicht nur Teilnehmer der Deutschen Meisterschaften in seinen Reihen, sondern auch den Vizemeister der B-Jugend sowie den Fünftplatzierten.

Die kommende Runde wird als sehr schwer eingeschätzt

Thomas Stöhr blickte auch auf die im September startende Runde der Ringer und sagte, dass "in der kommenden Saison voraussichtlich eine der schwersten Runden der Oberliga bevorsteht". Mit Tomi Hinoveanu habe der RSV im griechisch-römischen Stil aber auch den rumänischen Meister sowie Fünften bei der Europameisterschaft in seinen Reihen. Zudem kämpfe erstmals auch dessen Bruder Christi Hinoveanu in der kommenden Saison für den RSV.

Neben dem Ringen sind die Holzfällermeisterschaften eine wichtige Abteilung des Ringsportvereins. Inge Fehrenbach berichtete vom Eurojack und der sportlichen Bilanz. Die Sportholzfäller seien weiterhin auf der Suche nach Veranstaltern für den Eurojack. Das Finale im kommenden Jahr wird im Schuttertal stattfinden, so Inge Fehrenbach. Der Name Fehrenbach steht für den Eurojack. Alfred Fehrenbach ist seit 1978 aktiv. Der Eurojack-Präsident (2000 bis 2016) wurde für 30 Jahre im Amt als Verantwortlicher geehrt.

Autor: Bettina Schaller