Großer Grassert, Kreuzstein Süd, Totenruhplatz

Susanne Gilg

Von Susanne Gilg

Sa, 24. Dezember 2016

Schuttertal

Weitere Messungen in Windpark.

SCHUTTERTAL (sgi). Nach wie vor ist die Ursache der Geräusche, die vom Bürgerwindpark Südliche Ortenau ausgehen, nicht geklärt. Fest steht indes seit einer erneuten Messung, dass die Richtwerte an einigen Punkten überschritten werden (die BZ berichtete). Konkret handelt es sich dabei – laut einer Mitteilung des Betreibers Green City Energy – um die Anlagen am Großen Grassert, Kreuzstein Süd und dem Totenruhplatz. Die vermutete hohe Impulshaltigkeit der Geräusche habe in dieser Messung jedoch nicht verifiziert werden können, heißt es in der Mitteilung. Im Klartext: Eine schnelle zeitliche Änderung des Geräuschpegels – wie zunächst vermutet – soll es laut der neuen Messung nicht geben. Nun werden die drei Windräder ab sofort in der Zeit von 22 bis 6 Uhr abgeschaltet.

Die übrigen vier Anlagen werden in der gleichen Zeit schallreduziert betrieben. "Anhand der Messergebnisse konnten wir nun immerhin feststellen, mit welchen zeitweisen Anpassungen des Windparkbetriebs wir den Bedürfnissen der Anwohner am effektivsten Rechnung tragen können", wird Johann Pollinger, Projektverantwortlicher bei Green City Energy, in der Mitteilung zitiert. Weitere Schallgutachten seien bereits beauftragt – dieses Mal nicht an den sogenannten Immissionspunkten, also dort, wo der Schall ankommt, sondern direkt bei den Anlagen – also dort, wo er erzeugt wird. "Diese Messungen werden zeigen, ob die Anlagen zu laut sind und wenn ja, inwiefern Hersteller GE nachbessern muss oder ob andere Gründe vorliegen", sagt Pollinger. Grundsätzlich seien alle Windenergieanlagen von GE zertifiziert und erfüllten somit unter anderem die Anforderungen in Bezug auf Schallemissionen, hieß es auf eine BZ-Anfrage beim Hersteller GE.