Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

13. März 2017

Die Qualität in der Breite

TuS Schutterwald besiegt zu harmlosen TuS Ottenheim.

  1. Schutterwalds Michael Herzog war mit neun Treffern erfolgreichster Torwerfer des Spiels. Foto: Wolfgang Künstle

HANDBALL Südbadenliga: TuS Schutterwald – TuS Ottenheim 26:20 (11:10) (wk). In einer wenig hochklassigen Partie gewann der TuS Schutterwald erwartungsgemäß gegen den Abstiegskandidaten aus dem Ried. Dabei reichte der besten Rückrundenmannschaft eine mäßige Leistung, um die Begegnung zu kontrollieren und sicher zu gewinnen.

"Pflichtaufgabe erfüllt", konstatierte der Schutterwälder Trainer Simon Herrmann nach der Begegnung. "Hauptsache gewonnen, das ist heute alles, was zählt." Nach starken zehn Minuten zum Auftakt fanden die Schutterwälder nicht mehr zu ihrem Rhythmus. Das gefürchtete Tempospiel gelang ihnen nicht, und so mussten sie ihr Glück im Positionsangriff finden, wo sie geduldig ihre Chance suchten und zumeist mit präzisen Rückraumwürfen zum Erfolg kamen. Dennoch konnten die Gäste den ersten Spielabschnitt offen gestalten, in dem sie der individuellen Schutterwälder Klasse mit Willen und Kampfkraft begegneten.

Nach der Pause fiel dann schnell die Entscheidung, als die Herrmann-Sieben das Tempo weiter erhöhte. Acht Siebenmeter für die Gastgeber sind Beleg für die Überforderung der Ottenheimer Defensive, die jedoch niemals unfair zu Werke ging. Der Ottenheimer Trainer Daniel Hasemann war nach Spielschluss sichtlich niedergeschlagen. "Wir mussten uns extrem viel bemühen, um zu Toren zu kommen." Durch die vielen Verletzten musste immer wieder umgestellt werden, was den Spielfluss extrem behinderte. Das Fehlen von Mirko Jentsch, Johannes Weide und Manuel Ziegler war für die Ottenheimer nicht zu kompensieren. Gerade in der zweiten Hälfte wurde oft zu unvorbereitet und auch ungenau auf das Tor geworfen, was die Schutterwälder zu nutzen wussten, obwohl auch Simon Herrmann sein Leid klagte: "Wenn ich daran denke, wer alles auf der Tribüne sitzt, kommen mir die Tränen." Er meinte Tim Heuberger, Yannick Cesar, David Körkel, Timo Erlenwein und Florian Herzog, die derzeit fehlen. "Allein das wäre eine Top-Südbadenligamannschaft." Der Unterschied zwischen dem einen und dem anderen TuS liegt in der qualitativen Breite des Kaders, das war am Samstag zu sehen, aber Simon Herrmann machte sich keine Illusionen: "Die Verletztenmisere wird uns noch einholen. Wenn nochmal einer ausfällt, dann können auch wir es nicht mehr kompensieren."

Werbung


TuS Schutterwald: R. Herrmann, Heuberger; Wöhrle 1, Schindler 4, Bachmann 4, Zind 1, Herzog 9/5, Gieringer 4/1, Pilsitz 1, Seigel Zink 2. TuS Ottenheim: Plschek, Rauer, Betzler 5, Métier 1, Thielecke 1, Heimburger, Oberle, Heitz 3, Schneckenburger 6/1, Bing 3/1, Emrich 1. Spiel-Film: 2:0, 4:1 (7.), 5:6 (14.), 8:7, 9:9, 11:10 – 13:10, 16:11, 19:12, 20:16, 22:18, 26:19, 26:20. Zuschauer: 350.

Autor: wk