Seit 40 Jahren gibt es das Dreikönigsturnier

150 Mannschaften jagen beim FC Ottenheim dem Ball nach

Hagen Späth

Von Hagen Späth

Mi, 03. Januar 2018 um 16:05 Uhr

Schwanau

In diesem Jahr findet zum 40. Mal das Dreikönigsturnier in der Rheinauenhalle statt, das der FC Ottenheim organisiert – heute mehr denn je ein Kraftakt für den Verein.

SCHWANAU-OTTENHEIM. Seit einer knappen Woche jagen ganz junge und etwas ältere Fußballer in der Rheinauenhalle wieder dem Runden nach und versuchen es, im Eckigen unterzubringen. Seit 40 Jahren gibt es das Dreikönigsturnier des FC Ottenheim, seit zehn Jahren ist das Hans-Peter-Oberle-Gedächtnisturnier integriert. In diesem Jahr sind 150 Mannschaften dabei und 140 Ehrenamtliche, ohne deren Mithilfe das Ganze nicht zu stemmen wäre.

Begonnen haben die Alten Herren noch im alten Jahr, gefolgt von den E-Jugendlichen, und eben versuchen die C-Jugendlichen, in ihrer Klasse den Siegerpokal zu gewinnen. Am Freitag startet das Hans-Peter-Oberle-Gedächtnisturnier mit der Vorrunde der aktiven ersten Mannschaften, mit der "Creme de la Creme des Amateurfußballs der Region", sagt Lutz Weide, Vorsitzender des FCO. Bei den Aktiven wird in diesem Jahr erstmals eine Vorrunde ausgespielt, in der acht Mannschaften übrig bleiben, zu der dann in der Hauptrunde weitere acht gesetzte Mannschaften aus Ober- und Landesliga dazu stoßen.

"Eine Wahnsinnsorganisation für ein Wahnsinnsevent", so Weide zu dem Turnier, das über eine Woche die Rheinauenhalle in einer Art Dauerbelagerungszustand hält. Weide, seit 16 Jahren FCO-Chef, kann sich auf eine zunehmend besser organisierte Helferschar von Ehrenamtlichen stützen, deren großformatige Einsatzpläne in der Küche an der Wand hängen.

"Am Anfang war das für mich Oberstress, aber inzwischen ist das alles richtig gut organisiert und ich bin nicht mehr für jede Schraube zuständig", sagt Weide und hebt Ulrich Gerster als den Mann heraus, der nicht nur seit September versucht, ein ordentliches Teilnehmerfeld zusammenzubringen, sondern während des Turniers als Schiedsrichter und als Sprecher "von morgens bis abends" im Einsatz ist.

"Das reizt vor allem

die technisch guten Kicker und gibt manchmal

unglaubliche Tore."

Lutz Weide über die Rundumbande
"Wir brauchen ja für alle Altersklassen mindestens 16 Mannschaften, sonst funktioniert ein Turnier ja nicht. Eine Mail zu schreiben reicht da nicht", sagt Weide. Allerdings haben die FC-Fußballer den Vorteil, dass sich das Dreikönigsturnier wegen seiner guten Organisation, familiären Atmosphäre und vor allem der Tatsache, dass in der Halle mit einer Rundumbande gekickt werden kann, über die Jahre einen überaus guten Ruf erarbeitet hat. Gerade die Bande, die nur wenige Turniere in der Region vorweisen könnten, sei für die Fußballer ein gewichtiges Kriterium, um nach Ottenheim zu kommen. Weide: "Das gibt ein ganz anderes Spiel, wenn man die Bande mit einbezieht in den Spielfluss. Das reizt vor allem die technisch guten Kicker, und das gibt manchmal unglaubliche Tore."

Als Erinnerung und Anerkennung für seine Verdienste für den Verein haben die Fußballer vor zehn Jahren den Teil des Wettkampfs für die Aktiven in das Hans-Peter-Oberle-Gedächtnisturnier umbenannt. "Hans-Peter Oberle war ein guter Fußballer und sowohl als Person als auch mit seiner Firma immer dem Verein stark verbunden. Dem wollten wir Rechnung tragen", sagt Weide. Der FC könne sich auch heute noch auf die Firma Oberle verlassen, wenn Arbeiten anstünden, auch seien Familienmitglieder im Helferkreis. Weide: "Sowohl sein Sohn Michael als auch seine Frau helfen immer mit."

Für den Turnierablauf kann sich der FC auch auf die Hilfe des Turn- und Sportvereins stützen. Der TuS hilft mit Equipment, Banner und Inventar sowie personell. Weide: "Wir übernehmen beim Beach-Volleyball-Turnier zwei Schichten. Dafür hilft der TuS bei uns mit zwei Schichten aus." Mit dem Musikverein, der eine Woche nach dem Turnier sein Winterkonzert in der Halle veranstaltet, gibt es ebenfalls eine Übereinkunft: "Wir können die Tribüne stehen lassen und dafür dürfen die Musiker unseren Abfallcontainer nutzen."