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16. Juni 2012

Schwarzbuch vor Gericht

Keine Einigung zwischen WWF und Autor über Hauptpunkte.

Im Streit mit der global tätigen Naturschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) muss der Buchautor Wilfried Huismann einige kritische Passagen streichen. Vor dem Landgericht Köln einigten sich beide Seiten am Freitag, dass eine interviewte WWF-Funktionärin in der kommenden Auflage des "Schwarzbuch WWF" nicht mehr mit Namen genannt und ihre Zitate herausgenommen werden. In der Hauptsache besteht aber weiter Uneinigkeit. Das Gericht traf zunächst noch keine Entscheidung.

Der WWF hatte die Unterlassung von mehr als zehn Vorwürfen gefordert und eine einstweilige Verfügung beantragt. Der mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Autor wirft dem WWF vor, mit Industrieunternehmen zu kooperieren, die indirekt zur Naturzerstörung beitragen. So sei der Häuptling eines bedrohten Stammes vom WWF unter Druck gesetzt worden. In einem anderen Fall schreibt Huismann, dass der WWF nichts gegen die Waldzerstörung in einem Savannengebiet unternehme. Ein WWF-Anwalt sprach am Freitag von "Falschbehauptungen". Die Organisation war bereits gegen eine Filmdokumentation von Huismann vorgegangen und hatte nach der Ausstrahlung ein Verbot von zentralen Aussagen vor Gericht durchgesetzt.

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Autor: dapd/dpa


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