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01. August 2011
Outdoor-Sport
Schwarzlicht und Slackline: Leuchtsportnacht an der Dreisam
Ein neues Angebot für Freiburgs Outdoor-Sportler: Die erste Slackline-Anlage ist am Samstagabend an der Dreisam eingeweiht worden, und zwar mit der zweiten Freiburger Leuchtsportnacht. Bei Schwarzlicht und Musik wurde bis Mitternacht gesportelt und gefeiert.
Wer am Samstagabend nichts ahnend an der Dreisam spazieren war, dürfte am Sandfangweg ziemlich überrascht gewesen sein: rot leuchtende Bäume, überall bunte Leuchtstäbe auf der Dreieckswiese und strahlende Menschen – von Neon-gelb bis Neongrün. Die Szenerie ist mit ultraviolettem Licht ausgeleuchtet, in dem ihre weiße Kleidung und die fluoreszierenden Farben auf Körper und Gesicht im Dunkeln leuchten. "Ein trendiges Sportevent", nennt David Lohmüller das. Er ist von der Agentur Sportalis, die die Leuchtsportnacht organisiert hat. Es ist das zweite Mal nach 2008, dass Sport derart in ganz anderem Licht erscheint – sei es Völkerball, Fußball, Tischtennis oder das Balancieren auf der Slackline.
Diese Trendsportart ist auch der Grund für den Ort der Veranstaltung. Eine Slackline ist ein Gurt- oder Schlauchband, das zwischen zwei Pfosten gespannt wird, um darauf zu balancieren. Viele Slackliner benutzen zwei Baumstämme. Doch da liegt der Knackpunkt, unter der Rinde können die Versorgungsleitungen der Bäume gequetscht werden. "Auf der Sandfangwiese sind die Bäume teilweise ziemlich alt und dünn. Wenn sie ständig als Halterung für die Slacklines genutzt werden, gehen sie kaputt", erklärt David Lohmüller. Weil die Freiburger Stadtverwaltung den Trend aber nicht komplett verbieten wollte, wie es andernorts der Fall ist, wurden drei etwa 2,5 Meter hohe Stahlrohre in die Sandfangwiese einbetoniert. Sie stehen jetzt zum Slacklinen zur freien Verfügung.
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Christoph und Christiane Mörchen aus Freiburg gehörten zu den Mutigen, die sich Samstagnacht zum ersten Mal auf die dünnen Bänder getraut haben. "Ich hab’ einfach mal die Schuhe ausgezogen und bin drauf los", sagte Christoph Mörchen. Dann fügte er lachend hinzu: "Aber weit bin ich nicht gekommen." Slacklinen ist eine äußerst wackelige Angelegenheit und es gehört viel Konzentration und Übung dazu, um weiter als drei Schritte voran zu kommen. Wer kein Neuling mehr war, konnte sein Können bei einem Wettbewerb unter Beweis stellen. Die Profis machen Sprünge auf dem Seil, setzen und legen sich darauf hin, einige können sogar Salti. Wem da schon allein vom Zuschauen schwindelig wurde, konnte aber auch einfach Frisbee werfen, Kicker spielen oder studentischen Völkerballteams bei ihrem Wettkampf zuschauen – im Dunkeln. "So etwas gibt es sonst nirgends", sagte Lohmüller.
Autor: Nikola Vogt


