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30. Dezember 2008
Gänsehaut und so manches feuchte Auge
Für die Bergweihnacht in der Vöhrenbacher Pfarrkirche mit dem Männerchor Hochfirst aus Titisee-Neustadt gab es reichlich Applaus
VÖHRENBACH . (pdo). Kaum eine andere Veranstaltung hätte die Zuhörer besser auf Weihnachten einstimmen können als kürzlich die Aufführung der Bergweihnacht des Männerchors Hochfirst aus Titisee-Neustadt. Verstärkt durch einen Projektchor, einer Bläsergruppe der Stadtmusik Neustadt und einer Zithergruppe sorgten die 60 Männer um Dirigent Robert Mayr für eine unvergessliche Aufführung. Die Vöhrenbacher Pfarrkirche war bis auf den letzten Platz besetzt, und mit Freude sangen sich die Männer in die Herzen der Zuhörer.
Meditative und besinnliche Stunden seien gut für die Seele, so äußerte sich Pfarrer Martin Schäuble zunächst in seiner kurzen Ansprache, als er den Männerchor ankündigte. Und er sollte Recht behalten. In den nächsten zwei Stunden kehrte bei den Besuchern eine innere Stille ein und dies, obwohl der Männerchor, unterstützt durch eine grandiose Kirchenakustik, das Kirchenschiff mit voluminösem Gesang ausfüllte. Sentimentale und melancholische Weihnachtslieder, Lieder voller Sehnsucht nach der Jugend, Musikstücke aus den Bergen – es ging Schlag auf Schlag, und erst am Ende eines Viererblocks durfte geklatscht werden. Das Publikum war begeistert und hätte noch lange zuhören können. Ein riesiger Schlussapplaus war das Ergebnis des Konzerts.
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Mit Glockengeläut zogen die 60 Sänger in den Altarraum ein, Bläser und Zithergruppe hatten sich links und rechts vor den Kirchenbänken platziert, so dass Dirigent Robert Mayr den Blick auf alle Mitwirkenden hatte. Abwechslungsreich gestaltete sich das Programm. Ob als Gesamtchor, im Quartett, instrumental unterstützt oder gar solistisch, die Auswahl hatte ihren besonderen Reiz und ließ keine Langeweile aufkommen. Arnold Löffler, Orgelspieler und Vorsitzender des Männerchors Hochfirst, kündigte die Stücke jeweils kurz an.
Für Gänsehaut und so manches feuchte Auge sorgten die melancholischen Lieder, besonders als sich Sopranistin Lisa Stöhr unter den Chor mischte und mit ihrer Stimme behauptete. "Diese Solistin war einfach super", meinte etwa Andreas Bischof. Er hatte noch in einer der vorderen Kirchenbänke Platz gefunden und war fasziniert. Auch sein elfjähriger Sohn Robin fand Gefallen an den Liedern. Auch auffallend viele auswärtige Besucher waren gekommen, selbst Gäste aus Pforzheim wollten die Bergweihnacht hören. Nicht ganz so weit hatten es Irene Spiegelhalter und ihre Schwester Ingrid. Sie kamen aus Furtwangen und nutzten die Gelegenheit, sich die Bergweihnacht zum dritten Mal anzuhören. "Die Atmosphäre ist beeindruckend", schwärmten die Frauen. Auch Erika Dorer aus Schönenbach war froh, dass sie gekommen war. Die einheimischen Sänger Manfred Klausmann, Gerhard Zierow, Siegfried Sauter und Helmut Klausmann aus Linach genossen den Erfolg in der eigenen Pfarrkirche, waren sie doch die Initiatoren für dieses Konzert. Nach reichlich Schlussapplaus forderte Dirigent Mayr die Gäste zum gemeinsamen Singen auf, und so erklang ein gewaltiges "Oh, du fröhliche". Kein Eintritt wurde verlangt, dafür aber um eine Spende gebeten. Und so wird für den Umbau der Vöhrenbacher "Krone" noch ein schöner Erlös übrigbleiben
Autor: bz
