Bahnhofareal für 17 Millionen verkauft

Valentin Zumsteg

Von Valentin Zumsteg

Do, 06. September 2018

Rheinfelden / Schweiz

Stadt Rheinfelden/Schweiz kommt nicht zum Zug.

RHEINFELDEN/SCHWEIZ (vzu). Das zentral gelegene Bahnhofsaal-Areal kommt in neue Hände. Käuferin ist die Realstone SA in Lausanne. Sie übernimmt das Grundstück samt Wohnprojekt für 16,7 Millionen Franken. Das Grundstück besteht aus einer Fläche von 8300 Quadratmetern mit zwei Gebäuden.

Bei der Realstone SA handelt es sich um eine Fondsgesellschaft. Die bisherige Besitzerin PSP Swiss Property, die in Rheinfelden auch die Überbauung Salmenpark besitzt, hat das Bahnhofsaal-Areal diesen Frühling ausgewählten Parteien zum Kauf angeboten. Auch die Stadt Rheinfelden/Schweiz gehörte zu den Interessenten, seit vielen Jahren mietet sie den Bahnhofsaal für Gemeindeversammlungen und kulturelle Anlässe. "Es ist der einzige Saal in Rheinfelden, der Platz für 600 bis 1000 Leute bietet", sagt Stadtammann Franco Mazzi.

Die Stadt will den Bahnhofsaal weiter mieten – oder kaufen

Die Stadt sei daran interessiert, den Bahnhofsaal weiterhin zu mieten oder gegebenenfalls zu kaufen. "Wir werden schnell mit der neuen Eigentümerin Kontakt aufnehmen. Es handelt sich um eine solide Firma, die auch schon andere Immobilien entwickelt hat", erklärt Franco Mazzi. Ähnlich tönt es von der Realstone SA selber: "Wir werden mit der Stadt das Gespräch suchen und alle Optionen prüfen." Für das übrige Areal kann sich Mazzi neben Wohnungen und Dienstleistungen auch ein Hotel vorstellen: "Ein solches Projekt würde ich sehr begrüßen."

Ursprünglich wollte die Immobilienfirma PSP das Areal selber entwickeln. Das Basler Büro "Nissen Wentzlaff Architekten" hatte bereits gemeinsam mit der PSP und in Absprache mit der Stadt einen Gestaltungsplan-Entwurf erarbeitet. Ein Richtprojekt sah 61 Wohnungen in drei neuen Gebäuden sowie Flächen für Dienstleistungen, Verkauf und Gastronomie beim Bahnhofplatz vor. Die neue Eigentümerin will das Projekt weiterführen, wie auf Anfrage zu erfahren ist. "Voraussichtlich werden Mietwohnungen gebaut. Ein Teil der Flächen wird wahrscheinlich für Gewerbe und Dienstleistungen zur Verfügung stehen", erklärt Sara Luzon von der Realstone SA.