Besucherzentrum für Feldschlösschen

Valentin Zumsteg

Von Valentin Zumsteg

Fr, 07. September 2018

Rheinfelden / Schweiz

Ehemaliges Bürogebäude der schweizerischen Brauerei soll umgebaut werden / Investitionshöhe unbekannt.

RHEINFELDEN/SCHWEIZ. In den vergangenen Jahrzehnten haben insgesamt mehr als eine Million Menschen die Brauerei Feldschlösschen im schweizerischen Rheinfelden besucht. Jetzt soll ein Besucherzentrum her.

Spontaner Blick ins Schloss
"Die Besucherzahlen haben sich viele Jahre im Bereich von 20 000 bis 25 000 Besucher jährlich bewegt. In den vergangenen fünf Jahren ist das Interesse deutlich gestiegen und die Zahlen liegen jetzt bei etwas mehr als 30 000 Besuchern jährlich. Dazu kommen mehr als 10 000 Besucher am Tag der offenen Türe jeweils im April", erklärt Gaby Gerber, Leiterin Kommunikation beim Rheinfelder Getränkekonzern gegenüber dieser Zeitung.

Bisher ist es allerdings nicht möglich, dass Interessierte unangemeldet einen Blick in die Brauerei werfen. Die geführten Touren müssen vorab gebucht werden. "Dieses Angebot werden wir auch künftig beibehalten, aber Spontanbesuchern nebst dem Feldschlösschen-Restaurant zusätzlich täglich offene Türen anbieten", so Gerber. Zu diesem Zweck soll ein ehemaliges Bürogebäude, das sich gegenüber dem Feldschlösschen-Restaurant befindet, umgebaut und in ein Besucherzentrum verwandelt werden. "Besucher sollen einen Ort haben, an dem sie im Feldschlösschen ankommen und spontan einen Blick ins Schloss werfen können. Es geht uns in erster Linie nicht um eine Steigerung der Zahlen, sondern um die Qualität des Kontaktes", so Gaby Gerber.

Zahlen werden nicht genannt
Das entsprechende Baugesuch liegt derzeit in der Bauverwaltung öffentlich auf. Es kann bis am 17. September eingesehen werden. Wie viel Feldschlösschen in den Umbau investiert, werde nicht kommuniziert, so Gerber.

Das Projekt soll in Etappen realisiert werden. Wenn alles wie geplant läuft, ist die Eröffnung des neuen Besucherzentrums im Sommer oder Frühherbst 2019 geplant.
Ins Besucherkonzept investieren
"Offene Türen zu haben und Gastfreundschaft zu pflegen, gehört seit der Gründung der Brauerei 1876 dazu", so Gerber weiter.

Ende der 1960er-Jahre sei das Angebot der Besichtigungen professionalisiert worden. "Es ist uns immer wichtig geblieben, dass unsere Kunden wissen, dass wir mit Freude Gäste empfangen und gerne einen Einblick in die Welt des Bierbrauens gewähren. Deshalb wollen wir weiter in ein zeitgemäßes Besucherkonzept investieren. Das Schloss ist ein starker Ort und ein schönes Stück Schweiz, das man einfach mal gesehen haben muss", ist Gaby Gerber überzeugt von dem Angebot der Brauerei.