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10. März 2010 13:00 Uhr
Ostern
Schweizer Hasen sind mit deutschem Pass unterwegs
Entsetzen in der Schweiz: Der Goldhase, die Schokoladenikone des eidgenössischen Traditionsunternehmens Lindt, stammt gar nicht aus der Schweiz – nicht einmal die Milch. Der Hase kommt aus Aachen.
Wer hätte das gedacht, der Liebling der Schweizer ist ein Deutscher: der Goldhase von Lindt. Die "Ikone zu Ostern", wie Lindt-Sprecherin Sylvia Kälin den Schokoladenhasen nennt, wird nicht etwa in der Schweiz, sondern in Aachen hergestellt. Kälin bestreitet jedoch, dass die Schweizer darüber empört seien – und das obwohl die Deutschen in deren Gunst seit der Diskussion um das Bankgeheimnis stark gesunken sind.
Allerdings betreibt Lindt keinen Etikettenschwindel, da auf jedem Produkt draufsteht, wo es produziert wurde. Goldhasen, wie auch Weihnachtsmänner, Schneemänner und Engel aus Schokolade werden im Lindt & Sprüngli-Kompetenzzentrum für Hohlfiguren in Aachen hergestellt. Und auch die Milch stammt nicht etwa von Schweizer Alpenkühen: Um möglichst kurze Anfahrtwege zu haben, komme sie aus der Region, in der sie verwertet wird, so Kälin.
Von Aachen aus, wo der Lindt-Hase seit seiner Entstehung 1952 gefertigt wird, werden die Schokoladenikonen in 60 Länder geliefert. An Ostern findet man sie in Australien genauso wie in Frankreich und Italien, sagt Sylvia Kälin. Rund 100 Millionen Stück gehen jedes Jahr weltweit über die Ladentheke – in Vollmilch, Zartbitter und weißer Schokolade.
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Autor: Britta Kuck
