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05. April 2012

1:2 zurück – Katerstimmung bei Wild Wings

Zeit zum Ärgern bleibt den Schwenninger Eishockey-Cracks nicht, denn sie spielen heute erneut.

EISHOCKEY (witt). Nach der 2:3-Heimniederlage stehen die Schwenninger Wild Wings im heutigen Playoff-Spiel (19.30 Uhr) in Rosenheim mächtig unter Druck. 1:2 steht es in der Halbfinalserie – Schwenningen will aber unbedingt ausgleichen.

Die Enttäuschung war groß nach der Schlusssirene in der Helios-Arena. Erstmals in den diesjährigen Playoffs hatten die Wild Wings ein Heimspiel verloren, in der Halbfinalserie liegen sie gegen Rosenheim nun 1:2 zurück. Die Mannschaft saß nach dem Spiel noch in der Kabine zusammen. SERC-Stürmer Peter Boon: "Wir haben geredet. Wir müssen die Niederlage im Kopf abhaken. Ich denke, das gelingt uns auch. Wir haben genügend erfahrene Spieler in der Mannschaft." Der Schwenninger Trainer Jürgen Rumrich fand, dass die Mannschaft vor allem im zweiten Drittel "zu viele Torchancen liegen gelassen hat".

Die Starbulls führten nach dem ersten Drittel durch ein Tor von Kapitän Stephan Gottwald mit 1:0. Anschließend fanden die Schwenninger aber nach dem haltbaren Ausgleichstreffer von Max Prommersberger besser ins Spiel. Anschließend gelang ihnen wieder einmal ein Überzahltor, der kampfstarke Max Hofbauer traf zum 2:1. "Im letzten Drittel hatten wir uns vorgenommen, den Vorsprung zu halten. Das ist uns nicht gelungen", sagte Boon enttäuscht. Die Schwenninger hatten die Rechnung ohne Corey Quirk gemacht. Der überragende US-Amerikaner der Rosenheimer traf noch zweimal für die im dritten Drittel spritziger wirkenden Gäste. "Wir haben ein ganz starkes Spiel abgeliefert", sagte der Rosenheimer Goldhelmträger, der vom SERC einfach nicht zu stoppen war.

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Bei den Wild Wings wurde Topscorer Pierre-Luc Sleigher, der wegen einer Matchstrafe auch heute noch gesperrt ist, an allen Ecken und Enden vermisst. Brock Hooton war nicht in der Lage, als Torjäger für seinen kanadischen Landsmann in die Bresche zu springen. Auch Dan Hacker nicht, von dem man das nach seiner Knieverletzung auch nicht erwarten kann.

Alle betonten hinterher, dass es ja nur 1:2 steht und die Serie noch längst nicht entschieden ist. Rumrich: "Wir wollen uns jetzt eben in Rosenheim den Sieg zurückholen. Ich verspreche, wir werden bereit sein. Es braucht vier Siege, um ins Finale zu kommen." Starbulls-Trainer Franz Steer sagte: "Ich bin sehr glücklich, dass wir das Spiel in Schwenningen gewonnen haben. Die Wild Wings hatten mehr Torchancen als wir. Wir haben aber zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht."

Rosenheims Verteidiger Peter Kathan, der die vergangenen drei Jahre für die Wild Wings spielte, ist auch für das heutige Spiel gegen seinen Ex-Klub optimistisch. "Ich erwarte 5000 Fans in unserem Stadion, die uns bedingungslos unterstützen werden. Unsere Mannschaft wird totalen Biss zeigen." Schwenningens Angreifer Boon ist vor der heutigen, 400 Kilometer langen Fahrt nach Oberbayern aber nicht bange. "Wir haben am Dienstag ja fast alles richtig gemacht. Wir müssen nur die Tore machen." Und Coach Rumrich merkte an: "Unsere Chancenverwertung muss besser werden. Ansonsten sind es nur Kleinigkeiten, die wir korrigieren müssen".

Schwenningen – Rosenheim 2:3. Tore: 0:1 (12.) Gottwald, 1:1 (25.) Prommersberger, 2:1 (30.) Hofbauer, 2:2 (48.) Quirk, 2:3 (56.) Quirk. Zuschauer: 3813.

Autor: witt