Erneut im Penaltyschießen erfolgreich

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Mo, 07. Januar 2019

Schwenningen Wild Wings

Nach Not-gegen-Elend-Sieg gegen Wolfsburg bleiben die Schwenninger Wild Wings DEL-Letzter.

EISHOCKEY. Nach dem überraschenden 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0)-Auswärtssieg nach Penaltyschießen der Schwenninger Wild Wings beim Deutschen Meister EHC Red Bull München schob die Schwenninger Mannschaft auf eigenem Eis gestern gegen die Grizzlys aus Wolfsburg einen 3:2-Sieg nach Penaltyschießen nach. Hätten die Wildschwäne, die 2:0 führten, das Spiel in der regulären Spielzeit gewonnen, hätten sie nach wochenlangem Kauern auf dem letzten Tabellenplatz die Rote Laterne an den Vorletzten aus Wolfsburg abgeben können. Neuzugang Vili Sopanen brachte den siegbringenden Penalty im Wolfsburger Tor unter.

Stürmer Istvan Bartalis der in München den entscheidenden Penalty versenkt hatte, fehlte gestern verletzungsbedingt. Für ihn rückte Marc El-Sayed wieder ins Team. Die Wildschwäne besaßen in dem Kellerderby von Beginn an mehr Spielanteile. Rihards Bukarts zog ab, Torwart Gerald Kuhn war aber auf dem Posten. Beide Teams hatten große Probleme mit dem Spielaufbau. Die Gäste kamen kaum einmal ins Schwenninger Drittel. In der zehnten Minute ging Schwenningen in Führung: Andrée Hult, der hinter dem Wolfsburger Tor stand, passte die Scheibe zu Stefano Giliati, der den Puck im Wolfsburger Tor versenkte. In der 17. Minute erzielten die Schwäne das 2:0. Die Einheimischen agierten in Überzahl: Mirko Sacher hatte abgezogen und Philip McRae erzielte sein viertes Saisontor.

Rech trifft nur das Torgestänge

Zu Beginn des zweiten Drittels besaßen die Grizzlys zwei gute Chancen. Aber weder Jeremy Dehner noch Jason Jaspers brachten den Puck an Strahlmeier vorbei. Auf der anderen Seite spielte Giliati McRae herrlich frei, die Fanghand von Wolfsburg Goalie Kuhn fischte den Puck jedoch weg. Schwenningen machte jetzt Tempo. Marcel Kurth schoss aber von halblinks knapp am Wolfsburger Kasten vorbei. Strahlmeier hatte nun aber auch einiges zu tun und zeigte beim Versuch von Jeffrey Likens eine Glanzparade. Dann erneut Powerplay für Schwenningen: Topscorer Rech traf aber nur das Torgestänge. Kurze Zeit später durften die Gäste mit einem Mann mehr agieren. Strahlmeier schien von Spencer Machacek bereits ausgespielt, doch irgendwie brachte der Schwenninger Keeper im letzten Moment doch noch den Schoner zwischen den kurzen Pfosten und den Puck. 22 Sekunden vor Ablauf des Mitteldrittels kamen die Niedersachsen zum Anschlusstor: Kapitän Sebastian Furchner war nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Schwenninger Kasten erfolgreich.

Zu Beginn des dritten Drittels machten die Wolfsburger Druck. Die Gäste wollten den Ausgleich. Strahlmeier war aber zunächst auf dem Posten. Doch abermals brachte Furchner den Puck im kurzen Eck unter – es stand 2:2. Die neun mitgereisten Wolfsburger Fans jubelten. Das Momentum war bei den Grizzlys. Zumal Markus Poukkula auch noch eine überflüssige Strafzeit kassierte. Jeremy Welsh zog in letzter Sekunde ab, Strahlmeier war aber da. Es ging in die Verlängerung. Damit war klar, die Rote Laterne bleibt bei den Wild Wings. Die Schwäne hätten, um sie an die Grizzlys abzugeben, in der regulären Spielzeit gewinnen müssen.

In der Overtime überboten sich beide Teams an Harmlosigkeit. Das Penaltyschießen musste entscheiden. Hult vergab für den SERC, Möchel für Wolfsburg. Rech traf für die Gastgeber. Dehner scheiterte an Strahlmeier. Kurth vergab und Jaspers traf. Latta scheiterte am Schwenninger Keeper. Rech scheiterte an Kuhn. Machacek vergab. Kuhn hielt erneut gegen Rech. Pohl vergab, dafür traf Sopanen und der Schwenninger Sieg war endlich perfekt.