Ignorieren und weiterträumen

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Di, 15. Januar 2019

Schwenningen Wild Wings

Für Wild Wings ist die jüngste Niederlage kein Rückschlag.

EISHOCKEY (witt). Bei den Schwenninger Wild Wings ist man bemüht, der 0:3-DEL-Niederlage in Bremerhaven keine größere Bedeutung zuzumessen. "Das war kein Rückschlag" sagt Trainer Paul Thompson. "Wir glauben an die Playoffs", erklärt Verteidiger Mirko Sacher.

Nach drei Siegen in Folge, die den Wild Wings den zwischenzeitlichen Sprung auf Rang zwölf bescherten, rutschten die Schwäne nach der Niederlage in Bremerhaven auf den 13. Platz zurück. Jedes Mal, wenn die Mannschaft in dieser Saison die Rote Laterne abgab, trat sie anschließend nachlässig auf und arbeitete nicht hart genug. Der Rückstand zu Platz zehn, den die Krefeld Pinguine einnehmen, beträgt 15 Zähler bei noch 13 ausstehenden Spielen. Mirko Sacher: "Wir glauben weiter an die Playoffs. Wir können jeden schlagen. Wir müssen nur die Torchancen nutzen." Auch Thompson war sehr bemüht, das Positive aus dem Bremerhavener Spiel mitzunehmen. "Das dritte Drittel war eines unserer besten auswärts überhaupt. Wir hatten viele Torchancen und hätten die Partie noch drehen können."

In der Tat, in den letzten 20 Minuten waren die Schwenninger endlich wach und besaßen gute Möglichkeiten, ohne allerdings zu treffen. Was war jedoch in den 40 Minuten davor mit den Schwänen los? Im Mitteldrittel kamen sie nicht mehr hinten heraus. 21:2-Torschüsse für Bremerhaven belegen das. "Da hat Bremerhaven viel Druck gemacht. Das ist eine starke Mannschaft, die stehen nicht umsonst so weit oben", so Thompson. Die Schwenninger brachten die Scheibe nicht hinten heraus, weil die Aufbaupässe nicht ankamen. Überhaupt, die spielerische Komponente kam bei den Wild Wings erst im letzten Drittel zum Tragen. Dann passierte Dominik Bittner ein Wechselfehler. Die Norddeutschen durften erneut in Überzahl ran und machten mit dem 3:0 den Sack zu. Im dritten Saisonvergleich gab es die dritte Niederlage gegen Bremerhaven. Immerhin, während die Bremerhavener zu allen Spielen mit dem Bus reisen, durften die Schwenninger aus Hannover ohne Punkte zurückfliegen.