Keine Zeit für Besinnlichkeit

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Di, 18. Dezember 2018

Schwenningen Wild Wings

Wild Wings sind heute Abend in Krefeld erneut gefordert.

EISHOCKEY (witt). Die Wild Wings gastieren heute, Dienstag, 19.30 Uhr, bei den Krefeld Pinguinen. Jürgen Rumrich wird wohl auch in der kommenden Saison als verantwortlicher Sport-Manager in Schwenningen fungieren. Die Schwenninger wollen den Vertrag mit Rumrich offensichtlich verlängern. "Wir sind in Gesprächen", bestätigte der geschäftsführende Gesellschafter der Wild Wings GmbH, Michael Werner. Der Vertrag des gebürtigen Miesbachers war im Januar 2017 verlängert worden und läuft noch bis April 2019. Rumrich ist seit Februar 2015 Manager in Schwenningen.

Die Geschäftsführer der Wild Wings müssen nun auch zügig die Gespräche mit den deutschen Spielern, die sie halten wollen, aufnehmen. Dem Vernehmen nach wollen die Schwenninger mit Verteidiger Mirko Sacher verlängern. Er, wie auch Stürmer Marcel Kurth ("ich hätte kein Problem damit, hierzubleiben") wollen wohl auch bleiben. Völlig offen ist die Zukunft von Torwart Dustin Strahlmeier. Gerüchte, er habe in Mannheim bereits einen Dreijahresvertrag unterschrieben, hatte der Schlussmann dementiert. "Es ist noch völlig offen, wo ich in der kommenden Saison spiele", so Strahlmeier.

Bei Nationalstürmer Mirko Höfflin könnten hingegen die Zeichen auf Abschied stehen. Der 26-Jährige antwortete am Sonntag sowohl auf die Frage, ob er in der kommenden Saison noch in Schwenningen spiele und ob er denn gerne in Schwenningen bleiben würde, jeweils mit: "kein Kommentar". Lediglich Kapitän Simon Danner und der junge Julian Kornelli haben für die kommende DEL-Saison bei den Wild Wings bereits Verträge. Höfflin hatte am Sonntag bei der 3:8-Heimpleite gegen Nürnberg das Führungstor in doppelter Überzahl erzielt.

"Wir haben richtig gut angefangen, waren dann aber leichtsinnig und haben Geschenke verteilt. Wir haben uns aus dem Konzept bringen lassen", so der Linksschütze. Aus der Ruhe bringen ließen sich die Schwenninger auch von den Referees, die an diesem Tag ähnlich schwach wie das Schwenninger Defensivverhalten waren. "Wir müssen gar nicht anfangen, bei den Schiedsrichtern die Schuld zu suchen", so Trainer Paul Thompson. "Wir waren zu undiszipliniert. Es war ein enttäuschender Auftritt meiner Mannschaft."

Heute, Dienstag, sind die Wild Wings in Krefeld erneut gefordert. Die Schwarz-Gelben verloren am Freitag daheim gegen Ingolstadt mit 2:3 nach Penaltyschießen und zogen am Sonntag in Bremerhaven mit 3:5 den Kürzeren. Die Krefelder nehmen mit 36 Punkten aus 27 Spielen den begehrten zehnten Tabellenplatz ein. Die Schwenninger sind mit 20 Zählern aus 28 Partien weiterhin DEL-Schlusslicht. Die Wild Wings trainierten am Montagvormittag noch in der Schwenninger Helios-Arena und fuhren anschließend mit dem Mannschaftsbus nach Krefeld. Wer draußen bleiben muss, ließ Coach Thompson noch offen. Länger als geplant fällt Kalle Kaijomaa aus. Der verletzte finnische Verteidiger wird wohl erst im Jahr 2019 wieder für die Wild Wings auf Puckjagd gehen.