Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

17. Februar 2012

Keine Zeit für eiskalte Narretei

Rumrich verlässt Schwenninger Wild Wings zum Saisonende.

  1. Trainer Jürgen Rumrich wird den SERC zum Saisonende Richtung Landshut verlassen. Foto: reinhardt

EISHOCKEY (witt). Mit Vermummungen kennen sich die Schwenninger Wild Wings bestens aus. Schutzpanzer für die Schultern, Schienbeinschoner, Helm und Gesichtsschutz sind schließlich bei der beinharten Rangelei auf dem Eis unabdingbar, wenn die Gesundheit nicht leiden soll. Mit Narretei haben die Cracks am Wochenende allerdings wenig im Sinn: Heute und am Sonntag wollen die Schwenninger nicht nur Rang drei verteidigen, sondern wenn möglich dem Spitzenduo der Zweiten Bundesliga näherrücken.

Nun ist es offiziell: Jürgen Rumrich wird zum Saisonende Schwenningen verlassen. Die Wild Wings wollen jetzt in aller Ruhe einen neuen Trainer für die kommende Runde suchen. Es soll wieder ein Deutscher sein. "Ich werde mich in der kommenden Saison anderen Aufgaben widmen", so der 43-Jährige. Welche Aufgaben dies sein werden? "Das werde ich zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben", sagt der SERC-Trainer. Freilich ist es ein offenes Geheimnis, dass Rumrich als Geschäftsführer der Landshut Cannibals die Nachfolge von Bernd Truntschka antreten wird. "Es war keine leichte Entscheidung, beim SERC aufzuhören, die Entscheidung geht auch nicht gegen Schwenningen, hier gibt es professionelle Rahmenbedingungen", betont Rumrich. "Wir hätten Jürgen gerne weiterverpflichtet, akzeptieren aber seine Entscheidung", erklärte der Manager der Wild Wings, Stefan Wagner. "Jetzt können wir frühzeitig und in Ruhe nach einem neuen Trainer für die kommende Saison Ausschau halten." Doch was ist, wenn die Schwenninger in der Playoff-Runde auf Landshut treffen? Beide Klubs haben schließlich Ambitionen, sich für die DEL zu bewerben.

Werbung


Nicht "Narri-Narro", sondern "Bully-Tor", heißt es für die Wild Wings am Wochenende. Am heutigen Fastnachtsfreitag erwarten die Schwenninger die Cracks aus Weißwasser, am Sonntag sind sie in Bremerhaven zu Gast. "Wir wollen das Heimspiel erfolgreich und souverän bestreiten", sagt Trainer Jürgen Rumrich, der heute einen starken Auftritt seiner Mannschaft erwartet. Die Schwäne haben in dieser Saison schon einmal daheim gegen die Füchse geglänzt. Am 27. November hatten sie einen 8:1-Heimerfolg eingefahren, es war der bislang höchste Saisonsieg der Wild Wings. Doch der Trainer warnt vor Überheblichkeit. "Wir sollten uns daran erinnern, wie eng die Spiele in Weißwasser waren und wie wichtig es ist, den Vorsprung auf die Verfolger in der Tabelle zu vergrößern."

Beim Team aus der Lausitz steht hinter den Einsätzen der angeschlagenen Verteidiger Robert Bartlick und Tomas Gulda ein dickes Fragezeichen. Am 14. Oktober verlor der SERC in Weißwasser mit 1:2, siegte dann aber am 6. Januar in der Lausitz mit 4:2. Schwenningen ist mit 68 Punkten Tabellendritter, Weißwasser mit 61 Zählern Sechster. Die Truppe von Füchse-Trainer Dirk Rohrbach kassierte zuletzt aber vier Auswärtsniederlagen in Folge und hat erst 40 Tore auf fremdem Eis erzielt, so wenige wie keine andere Mannschaft der Liga.

Die Wild Wings werden übrigens in derselben Aufstellung wie am vergangenen Sonntag beim 6:1-Heimerfolg gegen Hannover antreten. Kapitän Andreas Renz konnte zwar erfolgreich wieder ins Training einsteigen, wird aber noch nicht spielen. "Mit Andi rechne ich dann für das Wochenende darauf", so Rumrich. Auch Mathias Lange hat wieder trainiert, aber noch nicht mit voller Intensität. Er wird am Wochenende ebenfalls noch nicht dabei sein. Am Sonntag, 16 Uhr, sind die Wild Wings dann bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven zu Gast. "Aufgrund der frühen Anspielzeit werden wir bereits am Samstag anreisen", so Rumrich. Bremerhaven belegt mit 59 Zählern Rang sieben, hat aber noch ein Spiel mehr als Schwenningen und Weißwasser zu bestreiten.

Autor: witt


0 Kommentare

Damit Sie Artikel auf badische-zeitung.de kommentieren können, müssen Sie sich bitte einmalig bei Meine BZ registrieren. Bitte beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.



Weitere Artikel: Schwenningen Wild Wings