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17. Juli 2017

Das Warten auf Medaillen

Bundestrainer der deutschen Schwimmer trotzdem zufrieden.

BUDAPEST (dpa). Das deutsche Schwimm-WM-Team muss weiter auf Edelmetall warten. Wasserspringer Hausding war nah dran, musste sich am Ende vom Einer jedoch knapp geschlagen geben. Sein Fokus liegt aber ohnehin woanders.

Der Ärger von Patrick Hausding hielt sich nach seiner knapp verpassten Bronzemedaille im Kunstspringen vom Ein-Meter-Brett in Grenzen. "Eine Medaille wäre schön gewesen, aber so ist es auch kein Weltuntergang", sagte er nach seinem vierten Platz am Sonntag bei der Schwimm-WM in Budapest. Nach dem ersten Wettkampf-Wochenende stehen unter dem Strich fünf Top-Ten-Plätze für die deutschen Springer. Bundestrainer Lutz Buschkow ist bislang zufrieden.

"Vierte Plätze gehören zum Sport", sagte Buschkow nach der spannenden Einer-Entscheidung. "Patrick hat einen tollen Wettkampf gezeigt. Mein Kompliment!" Hausding, dem beim Sieg des Chinesen Peng Jianfeng (448,40) exakt fünf Punkte auf den drittplatzierten Italiener Giovanni Tocci fehlten, machte direkt im Anschluss klar, wo sein Hauptaugenmerk liegt. "Ich habe heute Morgen noch am Turm trainiert, da sieht man, wo der Fokus liegt." Am Montag will er bei der Abschiedsvorstellung mit Synchronpartner Sascha Klein im Zehn-Meter-Springen angreifen.

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Mit seinem anderen Synchronpartner, dem angeschlagenen Stephan Feck war Hausding am Samstag nicht weit an Edelmetall vorbeigesprungen. Vom Drei-Meter-Brett war es am Ende der fünfte Platz geworden. Ohne größere Fehler reichte es nur deshalb nicht zu mehr, weil Konkurrenten schwierigere Sprünge zeigten. Darunter auch Jewgeni Kusnezow und Ilja Sacharow aus Russland, die die führenden Chinesen Cao Yuan und Xie Siyi im letzten Durchgang noch abfingen. Angesichts der Verletzung Fecks war der fünfte Platz für alle Beteiligten im deutschen Team ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Ohne kaputten Zeh, aber dafür nervös war Florian Fandler seinen ersten WM-Auftritt überhaupt angegangen. "Ich war schon aufgeregt", sagte der 29-Jährige nach dem achten Platz mit der elf Jahre jüngeren Christina Wassen im Synchronspringen vom Zehn-Meter-Turm. Nach den ersten Sprüngen habe sich die Nervosität dann gelegt.

Ihr WM-Debüt feierte auch Louisa Stawczynski. Die 20-Jährige wurde zwei Plätze hinter ihrer Dresdner Mannschaftskameradin Tina Punzel (21) Achte vom Einer. Beide konnten mit ihrem Ergebnis sehr gut leben.

Dagegen verpassten die Schwestern Christina und Elena Wassen wegen eines verpatzten vorletzten Durchgangs das Finale im Zehn-Meter-Synchronspringen. Sie landeten im Vorkampf auf Platz 15.

Ganz andere Ziele haben Hausding und Klein aus gleicher Höhe. Eine Medaille ist drin für die Gold-Gewinner der WM in Barcelona 2013. "Wir gehören immer noch zu den besten Teams der Welt", sagte Hausding vor dem letzten gemeinsamen Wettkampf der Olympia-Zweiten von 2008. Klein beendet nach der WM seine erfolgreiche Karriere. Er hofft auf ein glänzendes Abschiedsgeschenk.

Autor: dpa