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15. August 2012
Schwimmtrainer vor Gericht
Vorwurf sexueller Missbrauch / Urteil wohl am Donnerstag.
KIEL (AFP). Wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs muss sich seit Dienstag ein Olympia-Trainer des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) vor dem Kieler Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, eine damals von ihm betreute minderjährige Schwimmerin zwischen 2004 und 2008 insgesamt 18 Mal zum Sex bewegt zu haben, teilte ein Sprecher des Amtsgerichts mit. Nach Verlesung der Anklageschrift fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Der Angeklagte gehörte bei den am Wochenende beendeten Olympischen Spielen zum sogenannten Beckentrainer-Stab des DSV. Der Trainer arbeitete zur Tatzeit in Kiel, deshalb findet der Prozess wegen des Vorwurfs des Missbrauchs von Schutzbefohlenen nun dort statt. Sein Verteidiger hatte vor dem Prozess alle Vorwürfe zurückgewiesen. Der DSV und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) waren am Wochenende bei den Spielen in London von Berichten über den Gerichtsprozess überrascht worden. Der Trainer hatte diesen offenbar verschwiegen.
Die zunächst bereits für Dienstag angesetzte Urteilsverkündung wurde von dem Gericht aus Zeitgründen verschoben. Wie der Gerichtssprecher mitteilte, wird die Verhandlung nun am Donnerstag mit der Vernehmung von Zeugen fortgesetzt.
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Autor: afp



