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10. Januar 2012

Feuerwehr widerspricht Stephan Frank

Dreikant-Liftschlüssel gehört zur Standardausrüstung des Hilfsleistungs-Löschfahrzeuges.

SCHWÖRSTADT (rs). Nicht auf sich beruhen lassen will die Schwörstadter Feuerwehr die Darstellung von Stephan Frank hinsichtlich seiner Befreiung aus dem Lift am katholischen Pfarrsaal in Schwörstadt (wir beschrieben den Vorfall in der Rubrik ("Auch das noch" am Donnerstag, 4. Januar). Feuerwehrkommandant Gerd Bühler und sein Stellvertreter Daniel Ebi betonen in einer Stellungnahme, dass im eingesetzten Fahrzeug das notwendige Werkzeug – ein Dreikantschlüssel – zur normalen Ausstattung gehört und "an diesem Tag, wie sonst auch, mitgeführt wurde".

Stephan Frank, der sich offenbar über den Forderungsbescheid der Gemeindekasse in Höhe von 173,50 Euro ärgert, hatte hingegen geschrieben, dass die Feuerwehr zum einen nicht angefordert worden war und zum anderen "nicht entsprechend ausgerüstet, also hier hilflos" gewesen sei. "Zur modernen Ausrüstung des Rettungsfahrzeuges gehört alles, nur kein 8-mm-Dreikantschlüssel, um einen Aufzug zu öffnen", hatte es wörtlich in der Stellungnahme Franks geheißen, die an verschiedene Zeitungsredaktionen gegangen ist.

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Aus Sicht der Feuerwehr sei es vielmehr so gewesen, dass der vom Hausmeister verständigte Nachbar unmittelbar vor der Feuerwehr eintraf und den Aufzug geöffnet hatte, so dass ein Einsatz der Feuerwehr nicht mehr notwendig war. Bühler und Ebi betonen, dass einer der Gruppenführer der Feuerwehr, der in unmittelbarer Nähe wohnt und sich direkt auf den Weg zum Pfarrsaal machte, als der Alarm ausgelöst wurde, versucht habe, das Ausrücken zu verhindern, als er erfahren hatte, dass der Liftmonteur bereits unterwegs war – aber zu spät: Wenige Augenblicke später war die Feuerwehr vor Ort – alarmiert worden war sie im Übrigen vom THW in Bad Säckingen, das einerseits von Franks Ehefrau verständigt worden war. Der Feuerwehreinsatz – elf Mann waren dabei – hatte lauf Protokoll ganze zweieinhalb Minuten gedauert.

"Als ehemalige Gemeinderätin müsste Frau Maria Frank wissen, dass im Interesse der Steuerzahler dem Verursacher die Kosten für solche Einsätze berechnet werden", heißt es abschließend in der Stellungnahme der beiden Schwörstadter Feuerwehrleute.

Autor: rs