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26. Januar 2012

Mehrere Wege führen zu Erschließung

CDU informiert Bürger über den Flächennutzungsplan / Kritik an mangelnder Information für die Eigentümer.

  1. Harald Ebner (stehend) informierte über den Flächennutzungsplan. Foto: Heiner Fabry

SCHWÖRSTADT. Gut 20 Bürger, einige davon Grundstückseigentümer der geplanten Baugebiete Augstmatt und Fischermatt, waren zu der Informationsveranstaltung der CDU-Schwörstadt gekommen, um sich über den Sachstand des neuen Flächennutzungsplans zu informieren. Als Ergebnis der angeregten Diskussion hielt Gemeinderat Harald Ebner fest, dass sich die Anwesenden eindeutig für die Beibehaltung des Baugebiets Augstmatt aussprachen, aber ein Erschließungsmodell fordern, dass die Grundstückseigentümer nicht in finanzielle Vorleistungen zwingt.

Ebner eröffnete die Versammlung mit einem kurzen Bericht. "Wir rechnen damit, dass wir in der nächsten Gemeinderatssitzung über den neuen Flächennutzungsplan beraten und beschließen sollen", so der Gemeinderat, "und wir wollen heute spüren, welchen Auftrag uns die Bürgerschaft gibt." Laut Ebner wurde schon 1990 im Gemeinderat das Baugebiet Augstmatt in drei Abschnitten beschlossen. Da es aber anscheinend seitens der Grundstückseigentümer kein Interesse gab, wurde aus den Plänen nichts.

"Im Vorschlag für den neuen Flächennutzungsplan sind sowohl das alte Baugebiet Augstmatt wie neu ein Baugebiet in der Fischermatt angemeldet", so Ebner, obwohl man sich darüber im Klaren sei, dass für Schwörstadt sicher keine zwei Baugebiete genehmigt würden. "Wenn beim Baugebiet Augstmatt jetzt nicht schnell etwas passiert, dann ist es weg", lautete sein Fazit. Sollte es bei einem Baugebiet in der Fischermatt bleiben, hätte das für die Entwicklung Schwörstadts negative Auswirkungen, denn während das Gebiet Augstmatt etwa sieben Hektar umfasst, ist das Gebiet Fischermatt nur etwas über drei Hektar groß.

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Da einige Grundstückseigentümer in der Versammlung anwesend waren, fragte Ebner, warum beim ersten Anlauf die Bürger das Gebiet Augstmatt nicht angenommen hatten. Es habe eine Bürgerversammlung gegeben, zu der aber nur die Schwörstädter Eigentümer über das Mitteilungsblatt eingeladen wurden, berichtete eine Bürgerin. Die zweite Versammlung habe erst zwei Jahre später stattgefunden. Der dabei vorgestellte Vertragsvorschlag für eine Erschließungsgemeinschaft sei auf Ablehnung gestoßen. "Die Grundstückseigentümer hätten die vollen Erschließungskosten tragen sollen – es war von 90 Euro pro Quadratmeter die Rede – ohne eine Gewähr, dass sich die Bauplätze später verkaufen lassen", gaben die Grundstückseigentümer an. Das sei für die meisten absolut unakzeptabel gewesen.

Aus der Reihe der Anwesenden und von Gemeinderat von Schönau kam der Hinweis, dass eine Erschließungsgemeinschaft der Grundstückseigentümer nicht der einzige Weg ist. "Es gibt durchaus andere Modelle wie Entwicklungsgesellschaften oder kommunale Trägergesellschaften, die die Erschließung vornehmen könnten", informierte von Schönau. "Aber da muss die Bevölkerung informiert werden, und daran krankt es in Schwörstadt", reklamierte ein Bürger unter dem Beifall der Versammlung.

Diesen Punkt griff von Schönau auf: "Es waren Vertreter des Regierungspräsidiums hier und haben das mögliche Baugebiet Fischermatt besichtigt, aber vom Gemeinderat war niemand dabei. Wir erfahren nichts."

Zum Schluss zog Ebner das Fazit, das der einhellige Wunsch der Versammlung war, das Baugebiet Augstmatt beizubehalten und sobald als möglich mit einem neuen Erschließungsmodell voran zu treiben.

Autor: Heiner Fabry