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18. Januar 2012

Plastikfische schwimmen fast wie echte

Bunte Fische sind begehrte Happen, lehrt der gut besuchte Workshop des Fischervereins.

  1. Johann Krauß zeigt zwei gelungene Plastikköder, gut geeignet für Hecht und Zander. Foto: Rolf Reißmann

SCHWÖRSTADT. Der Fischerverein Schwörstadt hat zu seinem jüngsten Workshop, zu dem nicht nur Vereinsmitglieder willkommen sind, um interessante Details über Fische, Natur und die Praxis des Angelns zu hören, am vergangen Freitag über 20 Interessierte im Vereinsheim empfangen. Sie erhielten Tipps zur Anfertigung von Plastikfischen. Johann Krauß, ehedem Vorstandsmitglied, vermittelte genaue Kenntnisse dazu.

Um Raubfische schnell an die Angel zu locken, bedarf es möglichst naturgetreuer Köder. Fische und Wassertiere, die die Form natürlicher Beute haben, eignen sich besonders dafür. Deshalb sind kleine Nachbildungen wirksam. Herstellen kann sich jeder diese Köder selbst, allerdings wird es kostengünstiger, wenn man dies für den Bedarf mehrerer erledigt.

Am Beginn steht der Formenbau. Völlig realistisch sollte die Form ausgebildet werden. Diese kann aus Gips, Silikon oder Glas sein. Gipsformen lassen sich am einfachsten selbst anfertigen, am besten mit einem gefangenen Fisch. Ist die Form präzise erstellt, können aus Kunststoff die Modelle ausgeformt werden. Die Rohstoff einschließlich der Farbe sind im Handel erhältlich.

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Möglichst bunt, auffällig für die unterschiedlichen Helligkeiten im Gewässer sollten sie sein, dann werden sie am ehesten von den Raubfischen erkannt. Krauß demonstrierte mit seinen Vereinsfreunden, wie die Modelle nach der Zerstörung eingeschmolzen und in neue Formen gebracht werden. Die Kunststofffische, Seesterne oder Tintenfische kommen an den Angelhaken. Die weichen Kunststofftiere bewegen sich durch die Strömungen im Gewässer fast wie echte Tiere. Während ein Zander den Köder einsaugt, beißen Hechte sofort zu, dann ist es meist auch um den Kunststofffisch geschehen.

Der Verein möchte mit diesen Fachgesprächen sowohl Grundbegriffe des Angelns vermitteln als auch die Vorbereitungen auf Exkursionen unterstützen. Vor allem Kinder, so Krauß, erlangen wichtige Kenntnisse, deshalb ist der Nachwuchs immer besonders gern gesehen. Von Oktober bis April findet jeweils am 2. Freitag im Monat ab 18 Uhr ein solcher Informationsabend statt. Am 10. Februar steht ein Vortrag über Wanderfische auf dem Programm.

Autor: Rolf Reißmann