Vögel sind hungrig

Polizei fängt einen Mäusebussard

dor/BZ

Von Ralf H. Dorweiler & BZ-Redaktion

Mi, 15. August 2018 um 15:27 Uhr

Schwörstadt

Die Polizei wurde am Dienstag über einen Mäusebussard informiert, der an der B34 bei Schwörstadt am Straßenrand saß. Mit dem Tierschutzverein wurde das von der Dürre geschwächte Tier gefangen.

RHEINFELDEN/SCHWÖRSTADT (BZ/dor). Eine aufmerksame Person teilte dem Polizeirevier Rheinfelden am Dienstagabend mit, dass seit etwa drei Stunden ein regungsloser, aber lebendiger "Adler" an der Bundesstraße 34 zwischen dem "Blauen Bock" und Schwörstadt sitze. Gleich machte sich eine Streife auf den Weg. Laut Polizei erwies sich der beschriebene Vogel vor Ort als Mäusebussard. Dieser schien große Schwierigkeiten beim Abheben zu haben.

Die Polizeibeamten zogen zur Unterstützung einen Mitarbeiter des Tierheimes in Rheinfelden hinzu. Nach dessen Eintreffen wagte ein Beamter, das Tier mit einer Steppdecke einzufangen. Dies gelang ihm schon beim ersten Anlauf, sodass der Bussard an das Tierheim übergeben werden konnte.

Laut Hannelore Nuss, der Vorsitzenden des Tierschutzvereins Rheinfelden und Umgebung, sind die Mäusebussarde aktuell absolut abgemagert und finden durch die Dürre kein Futter. Auch viele Mäuse seien verhungert und verdurstet. Fast alle zwei Tage erhalte sie Anrufe wegen Mäusebussarden. Die Tiere seien so schwach, dass sie sich leicht einfangen lassen. Oft könnten sie nicht mehr fliegen. "Die Situation ist dramatisch", sagte Hannelore Nuss. Sollte man einen Mäusebussard oder andere schwache Vögel finden, kann man den Tierschutzverein unter 07623/3500 oder 07623/30393 kontaktieren.