Trautwein-Domschat tritt ihr Amt an

Elena Bischoff

Von Elena Bischoff

Mi, 22. März 2017

Schwörstadt

Bürgermeisterin von Schwörstadt legt Eid ab / Als wichtige Themen nennt sie Grundschule, Autobahn und Rheinschwimmbad.

SCHWÖRSTADT. Nun ist es amtlich: Christine Trautwein-Domschat ist die neue Bürgermeisterin von Schwörstadt. In der gut besuchten Festhalle legte sie am Montagabend den Amtseid ab, Bürgermeisterstellvertreter Harald Ebner überreichte ihr die Gemeindekette. Ebner selbst verabschiedete sich "mit einem lachenden und einem weinenden Auge" und wohlwollenden Worten für Verwaltung und Gemeinderat.

Das Interesse war groß: Deutlich mehr als 100 Menschen waren zu der öffentlichen Gemeinderatssitzung in die Festhalle gekommen, um zu sehen, wie die neue Bürgermeisterin ihr Amt antritt. Darunter auch zahlreiche Amtskollegen aus umliegenden Gemeinden, Ortschaftsräte und Vereinsvertreter. Wegen des zeitgleich stattfindenden Schulbesuchs der Kultusministerin Susanne Eisenmann in Bad Säckingen hätten sich aber auch einige Personen entschuldigt, die gerne dabei gewesen wären, sagte der bisherige Bürgermeisterstellvertreter Harald Ebner.

Bevor er der neuen Bürgermeisterin den Amtseid abnahm, verabschiedete er sich selbst mit einigen Worten. "Ich war nun genau sechs Monate und fünf Tage im Amt. Am Anfang habe ich von ’müssen’ gesprochen, nun spreche ich von ’dürfen’". Die Zeit als Vorsitzender der Gemeinde habe ihm viel Spaß und Freude gemacht, nun solle aber wieder ein Profi ran, so Ebner. Der gesamten Verwaltung und dem Gemeinderat dankte er für den Rückhalt und die gute Zusammenarbeit.

Auf diesen Rückhalt hofft auch Christine Trautwein-Domschat für ihre kommende Amtszeit, die sie mit dem Ablegen des Bürgermeistereides offiziell antrat. Mit erhobener Hand schwor sie, ihr "Amt nach bestem Wissen und Können" zu führen, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht zu achten und zu verteidigen. Als sichtbares Zeichen ihrer neuen Verantwortung legte Harald Ebner der 52-Jährigen die silberne Gemeindekette um den Hals. Mit der Grundschule, dem Bau der A 98 und dem Rheinschwimmbad sprach die Juristin bereits einige Themen an, die sie in den kommenden Wochen angehen möchte. So kündigte sie an, der Kultusministerin Susanne Eisenmann einen Brief zu schreiben und sich dafür einsetzen zu wollen, dass die Schule am Heidenstein mindestens Grundschule bleibe.

Planschau mit Konzepten im Frühjahr 2018

In Sachen Autobahn habe sie bereits einen Termin mit dem Bundestagsabgeordneten Armin Schuster vereinbart, damit sich dieser vor Ort ein Bild von der Lage machen könne. Darüber hinaus wolle sie sich dafür einsetzen, "wieder ein Baden im Rhein zu ermöglichen", versprach Trautwein-Domschat. Als weitere wichtige Sachthemen sprach sie das Wohngebiet "am Rhein", die Förderung der Vereine, den Hochwasserschutz und die Restaurierung der Merkling Orgel in Dossenbach an. Für das Frühjahr 2018 kündigte sie eine Planschau mit Visionen und Konzepten in der Halle an, damit die Bürger an laufenden Entwicklungen teilhaben können.

Stellvertretend für den verhinderten Oberbürgermeister Klaus Eberhardt hieß der Karsauer Ortsvorsteher Jürgen Räuber die neue Bürgermeisterin in ihrem Amt willkommen. Das Vertrauen der Bürger, das sich in Trautwein-Domschats Wahlergebnis widerspiegle, sei eine gute Basis für ihre Amtszeit, betonte Räuber. Im Namen der Stadt Rheinfelden bot er ihr eine "zuverlässige Zusammenarbeit" an und verwies auf viele Gemeinsamkeiten wie etwa den Abwasserzweckverband Rheinfelden-Schwörstadt.

Das Harmonikaorchester Schwörstadt und der Gesangverein Dossenbach sorgten für feierliche Stimmung in der Festhalle, die Narrenzunft sorgte für die Bewirtung der Gäste.

Ein Video der Vereidigung gibt’s unter facebook.com/bz.rheinfelden