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27. Juli 2012 09:23 Uhr

Formel-1

Sebastian Vettel: Neue Frisur, gewohntes Selbstvertrauen

Der Ärger der vergangenen Tage scheint verraucht: Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel sieht sich im Titelrennen noch nicht geschlagen – und will in Ungarn selbstbewusst angreifen.

  1. Weltmeister Sebastian Vettel kann wieder lachen. Foto: dapd

Als Sebastian Vettel am Donnerstag das Fahrerlager in Budapest betrat, schien der Ärger der letzten Tage verraucht. Mit neuer Frisur und einem Lächeln auf den Lippen begann der Formel-1-Weltmeister die Vorbereitungen auf das letzte Rennen vor der einmonatigen Sommerpause. Nach dem Großen Preis von Deutschland war Vettel von britischen Medien noch als Heulsuse betitelt worden. Lewis Hamilton hatte den Deutschen indirekt als unreif bezeichnet.

Und auch drei Tage vor dem Rennen in Ungarn stand der Sport im Hintergrund, Vettel musste sich weiter verteidigen. Als die Frage aufkam, ob er sich bei Hamilton für seine Aussage entschuldigen werde, wurde Vettel ungehalten. "Ich habe nach dem Rennen gesagt, dass es unnötig war. Es ist enttäuschend, wenn danach geschrieben wird, ich hätte gesagt es sei eine dumme Entscheidung gewesen", sagte Vettel. Fakt ist aber, dass Vettel nach dem Rennen sagte: "Es ist ein bisschen dumm, die Führenden zu stören."

Der 25-Jährige nimmt selten ein Blatt vor den Mund. In Zeiten der blütenweiß gewaschenen Aussagen ist das meist eine Wohltat. Dafür muss Vettel aber auch damit leben, dass ihm manche Statements um die Ohren gehauen werden – ob es die "Gurke" Narain Karthikeyan gewesen ist oder nun die "dumme Aktion" von Hamilton. Kritik übte Vettel auch an der Rennleitung und an seinem Team nach dem Überholmanöver gegen Jenson Button, das ihm nachträglich eine 20-Sekunden-Strafe eingebracht hatte. "Natürlich wäre es hilfreich gewesen, einen Hinweis von der Rennleitung oder vom Team zu bekommen. Aber was passiert ist, ist passiert", sagte Vettel. Es sei eine außergewöhnliche Situation gewesen, deshalb müsse man nicht das Regelwerk ändern.

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Das macht allerdings der Motorsport-Weltverband FIA in Sachen Motormapping. Die umstrittenen Motoreinstellungen des Red-Bull-Rennstalls sind beim Großen Preis von Ungarn nicht mehr erlaubt. Dem Weltmeister-Team war in Hockenheim vorgeworfen worden, den Auspuff immer noch als aerodynamische Hilfe zu benutzen. In Deutschland durften Vettel und sein australischer Teamkollege Mark Webber noch mit den Einstellungen starten.

44 Punkte Rückstand hat Vettel vor dem Rennen auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso. 2010 hatte Vettel es bereits einmal geschafft, einen Rückstand aufzuholen und Alonso im letzten Rennen noch abzufangen. Und Vettel ist weiter optimistisch: "Es kann in gewisser Weise helfen, viele Punkte gut zu machen, wenn nicht automatisch die ersten vier Plätze vergeben sind", sagte er.

Autor: dapd


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